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Gynäkologin ausgezeichnet

Alternativer Nobelpreis

Die australische Ärztin Catherine Hamlin wurde in Stockholm mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wurde der 85-jährigen Gynäkologin für ihr Engagement in Äthiopien zuerkannt, wo sie Frauen hilft, die nach der Geburt ihrer Kinder an Scheidenfisteln leiden.

1959 ging sie zusammen mit ihrem Mann nach Addis Abeba, wo beide im Rahmen eines dreijähriges Projektes der äthiopischen Regierung eine Hebammenschule aufbauten. Nach Auslaufen des Vertrages blieben Catherine und Reginald Hamlin in Äthiopien, zunächst am Princess Tsahai Memorial Hospital. Sie entwickelten eine Operationstechnik, die bei rund 93 Prozent der Patientinnen zu einer vollständigen Heilung führt. 1974 gründeten sie in der äthiopischen Hauptstadt das Addis Ababa Fistula Hospital, in dem jährlich rund 3.000 Frauen mit geburtsbedingten Fisteln kostenlos behandelt werden. Im Laufe von mehr als vier Jahrzehnten wurden von den Hamlins über 20.000 Frauen behandelt.

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