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Dermatologie 25. Jänner 2006

Mehrsprachige Strahleninfos

Patientenservice für Betroffene und Ärzte zum Downloaden

Ab sofort sind umfassende Patienteninformationen auf Deutsch, Serbisch, Kroatisch, Türkisch und Englisch zur ultravioletten Bestrahlungstherapien verfügbar. „Gerade bei der Photo(chemo)therapie ist das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen wie Sonnenbrandreaktionen relativ groß“, stellt Prof. Dr. Adrian Tanew, Univ.-Hautklinik, AKH Wien, fest. „Eindeutige, verständliche Patienteninformationen und umfassende Aufklärung sind wichtig!“ Am Wiener AKH befindet sich eine der weltweit größten Bestrahlungsambulanzen. Pro Jahr werden knapp 30.000 Bestrahlungen durchgeführt. Bei dieser Therapie ist die Grenze zwischen therapeutischer Wirkung und Auftreten von Nebenwirkungen (erst- bis zweitgradige Sonnenbrandreaktionen) oft fließend. Genau deshalb ist eine umfassende Information der Bestrahlungspatienten über Dosierung, erwünschte Reaktionen und Nebenwirkungen besonders wichtig. Tanew überarbeitete daher bestehende Richtlinien zur Photo(chemo)therapie zu umfassenden Patienteninformationen. „Nun erhalten die Patienten vorab eine umfangreiche, detaillierte schriftliche Information. Offene Punkte und Fragen werden in einem abschließenden persönlichen Gespräch geklärt“, beschreibt Tanew die Vorgangsweise. Nicht zuletzt dank dieser Initiative gelang es an der Wiener Univ.-Hautklinik, vermeidbare Nebenwirkungen bei der Bestrahlungstherapie auf ein Minimum zu reduzieren. Die mehrsprachigen Informationen werden bereits auf der Universitätsklinik für Dermatologie am AKH Wien und an der Landesklinik für Dermatologie in Salzburg abgegeben bzw. stehen auch zum Downloaden unter www.hermal.at zur Verfügung. Ziel ist es, die ausführlichen und umfangreichen Patienteninformationen allen österreichischen Fachärzten für deren Bestrahlungspatienten zugängig zu machen.

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