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Dermatologie 23. Jänner 2006

Editorial

Die Wechselwirkungen zwischen Haut und Psyche sind ein viel diskutiertes Thema. Die einen halten es für eine Binsenweisheit, die anderen meinen, der Psycho-Faktor werde im Zusammenhang mit Hautkrankheiten überstrapaziert, die Dritten sagen, dass die seelische Befindlichkeit weit mehr in den Hautzustand hineinagiert als bisher angenommen. Tatsache ist: Auch wenn die Wissenschaft auf der Suche nach dem Missing Link zwischen Seele und Haut – dem Innersten und dem Äußersten des Menschen – in vielerlei Hinsicht noch im Dunkeln tappt, berichten Patienten doch von Krankheitsschüben oder vermehrten Symptomen, wenn ihre Gemütsverfassung trübe ist. Und dass das Stimmungsbarometer sinkt, wenn die Haut juckt und schuppt oder Pusteln das ganze Gesicht bedecken, steht wohl außer Zweifel. Um Ihnen den derzeitigen Stand der Dinge zu liefern, haben wir für Sie Dermatologen und Psychotherapeuten gebeten, aus der Praxis zu plaudern, haben aktuelle Bücher gelesen und die neuesten Studiendaten gesichtet. Lesen Sie auf den nächsten Seiten dieses Ärzte Woche-hautnah unter anderem, warum Hauterscheinungen abseits der klassischen Präsentations- und Verlaufsformen dem Arzt zu denken geben sollten; was Dermatologen und Psychotherapeuten in Salzburg dazu bewogen hat, sich zu einem Qualitätszirkel „Haut und Psyche“ zusammmenzuschließen; und warum die früher oft übliche Diagnose der „Neurodermitis-Mutter“, die einer Schuldzuweisung gleichkam, revidiert wurde. Wie gewohnt finden Sie auch in diesem Heft Berichte über dermatologische Behandlungen und die Termine für die nächsten Fortbildungsveranstaltungen. Medien leben auch vom Feedback ihrer Leser. Über Ihre kritische Meinung zu unseren Heften und über Anregungen für neue Themen freuen wir uns immer. Zum Schluss noch eine Information in eigener Sache: Die langjährige Chefredakteurin von Ärzte Woche-hautnah Dr. Monika Steinmaßl-Wirrer hat den Verlag in Richtung Selbstständigkeit verlassen. Wir wünschen ihr auf diesem Weg noch einmal alles Gute.

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