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Dermatologie 17. November 2005

Editorial (Ausgabe 4/2005)

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“ ist ein oft gehörter Satz, wenn es um die Behandlung der Kleinen und Kleinsten geht. Grund genug, diese Ausgabe von ÄRZTE WOCHE-hautnah der pädiatrischen Dermatologie zu widmen, denn die Warnung gilt freilich auch für Hautkrankheiten. Einige Medikamente sind etwa an unter Zweijährigen gar nicht getestet, und zu beachten ist jedenfalls, dass Kinder anders metabolisieren, es also unerwünschterweise bei der Anwendung topischer Medikamente zu systemischen Wirkungen kommen kann. Die Behandlung der Neurodermitis erfordert Geduld – auch von Ärzten, die in aufklärenden Gesprächen den besorgten Eltern die Angst vor der Krankheit nehmen können, die sich in vielen Fällen mit Basis-Externa kontrollieren lässt. Doch oft sind sich die Eltern unsicher, wie viel Salbe oder Creme überhaupt notwendig ist. Auch die Mengenangaben von Ärzten sind mitunter vage, zumal sich kaum jemand etwas unter ein oder zwei Gramm vorstellen kann. Die „Adult Fingertip Unit“ schafft hier Abhilfe. Akute dermatologische Krankheitsbilder können im Zusammenhang mit systemischen bakteriellen Infekten auftreten. Ein Warnzeichen dafür ist etwa die Purpura. Geradezu endemieartige Ausmaße sind in den späten Sommermonaten bei mykotischen Infektionen zu verzeichnen: Im Urlaub haben Kinder oft unkontrollierten Kontakt mit streunenden Tieren. Abwarten ist bei Hämangiomen nicht immer eine gute Idee, selbst wenn sich die meisten spontan zurückbilden. Vor allem Blutschwämme an der Nase, am Mund oder am Auge können Atem-, Schluck- oder Sehstörungen zur Folge haben. Zudem gelingt die Entfernung umso besser, je früher sie erfolgt. Kreisrunder Haarausfall ist eine arge Belastung für die Betroffenen. Zwar gibt es noch keine sicher wirksame Behandlung, doch etliche Therapieoptionen stehen zur Verfügung.

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