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Dermatologie 17. August 2005

Permanent-Make-up führt oft zu hässlichen Hautreaktionen

Die Anwendung von Permanent-Make-up und insbesondere von Permanent-Lip-Liner hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen. Diese Schmucktätowierungen im Gesicht können allerdings besonders bei verstärkter Sonnenexposition hässliche Hautreaktionen hervorrufen, die sich nur schwer behandeln lassen. Permanent-Lip-Liner ist eine Form der Schmucktätowierung, bei der am Lippenrand mit einer feinen Nadel unlösliches Farbpigment in die oberen Hautschichten eingebracht wird. Meist wird er über Monate bis Jahre gut vertragen. Ausgelöst durch übertriebenes Sonnenbaden kann es allerdings zu krankhaften Hautreaktionen wie bleibenden Knötchen oder Allergien kommen. Komplikationen nach der Applikation von Tätowierfarbstoffen treten häufiger bei dem Farbton Rot als bei anderen Farbtönen auf. Daher sind bei Permanent-Lip-Liner, die ja in der Regel Rot enthalten, gehäuft Komplikationen zu erwarten.

Diffizile Therapie

Die Erfahrungen mit Unverträglichkeiten von Permanent-Lip-Liner sind noch begrenzt, was die Therapie der krankhaften Reaktionen erschwert. Eine Totalentfernung des Tattoos ist oft unausweichlich. Dabei ist mit kosmetisch störender Narbenbildung zu rechnen. Die Lasertherapie hingegen gewährleistet keine vollständige Entfernung der Farbe. Am viel versprechendsten erscheint die lokale Behandlung mit kortisonhaltigen Präparaten, wenngleich auch sie nicht in jedem Fall Erfolg verspricht.

Weitere Informationen: www.springer.de/medizin

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