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Dermatologie 25. Jänner 2006

Europäische Leitlinien für Urtikaria in Arbeit

Während des internationalen, wissenschaftlichen Symposiums „Urtikaria 2004“ Anfang Oktober 2004 in Berlin diskutierten 400 Hautärzte aus rund 20 Ländern über den zukünftigen Standard in Diagnostik und Therapie bei Urtikaria. Eingeladen hatte das European Centre for Allergy Research Foundation – ECARF. Die Allergiestiftung hat ihren Sitz an der Hautklinik in der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Unter der Leitung des europaweit tätigen Allergienetzwerks „GA2LEN“ (Europäisches Allergie- und Asthmanetzwerk im 6. Rahmenforschungsprogramm der Europäischen Union) und der Europäischen Akademie für Allergologie und klinische Immunologie „EAACI“ analysierten die Mediziner zahlreiche internationale Studien über die rund 15 verschiedenen Formen der Nesselsucht.

Bisher als Oberbegriff für eine Gruppe heterogener Erkrankungen verwendet bei denen Quaddeln (wie nach Brenesselkontakt) als Symptom im Vordergrund stehen, werden zukünftig die verschiedenen Urtikariaformen in drei große Gruppen klassifiziert und ihren exakten Definitionen gegenübergestellt. Hinzu kommen entsprechende Tests zur Diagnosestellung bis hin zu erweiterten diagnostischen Maßnahmen. Ein eindeutiges Schema wird den klaren Weg vom Auftreten einer Quaddel bis hin zur Diagnosefindung festlegen. Diese Auswertungen sollen zur Festlegung von einheitlichen europäischen Leitlinien führen und zukünftig die genaue Identifikation, Klassifikation und Diagnostik einer Urtikaria sicherstellen. Die Leitlinien werden voraussichtlich im Frühjahr 2005 offiziell verabschiedet.

Quelle: hd 6/2004, Urban & Vogel Verlag.)

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