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Dermatologie 26. Jänner 2006

Virtuelle Heuschnupfenzeit

Allergie-News, Kongresse und Gesellschaften im Internet

Die Allergologie und Immunologie zählen zu den am schnellsten wachsenden Bereichen der Wissenschaft. Dies gilt vor allem für die experimentelle und klinische Forschung. Dementsprechend rasch haben sich auch die „Allergie-Webseiten“ vermehrt. Alleine in den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Zahl der Allergiker europaweit verdreifacht. Bereits 25 Prozent der ÖsterreicherInnen leiden an Allergie.

Pollenwarndienste der Allergiezentren

Immer attraktiver werden Pollenwarndienste und spezifische Allergie-Homepages für Ärzte und Patienten. So informiert die Homepage des Allergie-Zentrums Wien-West, www.allergiezentrum.at, über aktuelle Pollenbelastungen und warnt vor den nächsten zu erwartenden Pollenflugzeiten. Das Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), www.faz.at, ist auf Insektengift-Allergie und Histamin-Intoleranz spezialisiert. Für Ärzte gibt es einen interessanten Wissenschaftsteil. Übersichtlich gestaltet sich die Literaturseite. Fachveranstaltungen für Allergie-Experten lassen sich auf der Seite der Österreichischen Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose, www.oeglut.at, finden. Hier erfährt der User auch Kontaktadressen zu Arbeitskreisen und wichtige Links für den Fachbereich. Die Österreichische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (ÖGAI) ist eine Dachorganisation aller österreichischer Allergologen und Immunologen. Hervorzuheben sind auf dieser Seite, www.oegai.org, eine internationale Kongressdatenbank und eine Jobbörse.

Internet-Fachgespräche

„Liebe Kollegin, lieber Kollege, Sie können eine Frage zu unseren Fachgebieten stellen. Wir bemühen uns, Ihre Frage möglichst bald kompetent zu beantworten.“ Schnell können Ärzte auf http://www.derma-allergie.med.tu-muenchen.de/fachwissen.html, der Seite der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie in München, miteinander über Internet kommunizieren.Ärzte, die an der Mitarbeit und der Weiterbildung in Allergologie interessiert sind, können sich der Arbeitsgruppe Allergologie der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV), www.allergologie.at, anschließen.
Noch ist die Seite im Aufbau, trotzdem erhält der Allgemeinmediziner bereits jetzt wertvolle Informationen zu diesem Fachbereich. Im Ärzteteil erhält er zurzeit Empfehlungen zum H1-Blocker bei SIT sowie zur Bioresonanz. Wichtige Infos erfährt er zur Allergiediagnostik und zum anaphylaktischen Schock. Auf der ansprechenden Homepage gibt es Veranstaltungshinweise zu Allergie-Gesprächen und -Tagungen.

Fachliteratur

Das neue Wörterbuch „Allergologie und Immunologie“ von Jensen-Jarolim, Ferencik, Matha und Rovensky wird auf der Springer-Seite, www.springer.at, in der Rubrik Internal Medizine vorgestellt. Die Immunologie und Allergologie zählen zu den am schnellsten wachsenden Bereichen der Wissenschaft, vor allem in Hinblick auf die experimentelle und klinische Forschung. Mit diesem Werk können auf einfache und Art und Weise wichtige allergologische und immunologische Fachbegriffe sowie klinisch relevante Themen nachgeschlagen werden. Die Farbabbildungen auf der beigelegten CD-Rom eignen sich für Vorträge, Präsentationen und Lehrzwecke. Eine besonders wichtige Rolle spielen psychische Faktoren bei Entstehung und Verlauf einer Allergie: zuerst bei der Sensibilisierung des Immunsystems für bestimmte Stoffe und dann bei der Ausprägung einer akuten allergischen Reaktion. Das heißt, dass die Verkennung eines normalen und eigentlich harmlosen Stoffs (zum Beispiel Pollen) als Allergen auch von psychischen Wahrnehmungsverarbeitungsmöglichkeiten abhängt. Die Deutsche Gesellschaft für Psycho-Allergie e.V., www.psycho-allergologie.de, bringt auf ihrer ansprechenden Seite wichtige Stellungnahmen zu diesem Bereich der Allergologie.
Zum Abschluss noch Tipps für Patientenservices: www.atemschule.at, www.allergenvermeidung.org, www.lungenunion.at sowie www.daab.de.

Cornelia Mayr, hautnah 3/2004

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