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Dermatologie 17. August 2005

SERVICE: Warnung vor Paraben-haltigen Deos

Ursächlicher Zusammenhang mit Brustkrebs noch ungeklärt

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) rät nach einer im Journal of Applied Toxicology publizierten Studie, auf Deodorants und Kosmetika, die den Bestandteil Paraben enthalten, zu verzichten. Rückstände des Konservierungsmittels sind kürzlich in Krebstumoren nachgewiesen worden. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Paraben und Brustkrebs kann durch die bisherigen Untersuchungen jedoch nicht bewiesen, aber eben auch nicht ausgeschlossen werden, erklärt die DKG. Die britischen Forscher haben in 18 von 20 Brustkrebsproben Paraben (para-hydroxy-Benzoesäure) nachweisen können. Die chemische Substanz wird als Konservierungsmittel in Deodorants, Körpersprays, Kosmetika und Arzneimitteln verwendet und hat eine dem weiblichen Hormon Östrogen ähnliche Aktivität. Östrogen wiederum gilt als Wachstumsfaktor für Brustkrebs. Die britische Studie zeigte auf, dass im Brustkrebsgewebe von Frauen, die Deodorants benutzen, Paraben nachweisbar ist. Die Forscher hatten Frauen untersucht, die häufig ihre Achselhaare rasierten und danach Deodorants verwendeten.

Weitere Tests notwendig

Die Forschungsergebnisse, die erst vor kurzem veröffentlicht wurden, widersprechen einer Studie, die vor knapp vier Jahren durchgeführt wurde. Damals konnten die Forscher vom Fred Hutchinson Cancer Research Center keinen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Deos, der Achselrasur und einem erhöhtem Brustkrebsrisiko nachweisen. Die aktuelle Studie könnte nun Anlass zu weiteren wissenschaftlichen Nachforschungen sein. Die DKG sieht es als unwahrscheinlich an, dass Paraben an anderer Stelle als im brustnahen Bereich der Achselhöhle aufgenommen (zum Beispiel andere Hautpartien oder über den Magen-Darm-Trakt) zu einem Brustkrebs führen kann. Die Substanz werde im Körper abgebaut und könne somit nicht über das Blut in das Brustdrüsengewebe gelangen, meint die DKG.
Die krebsauslösende Wirkung ist damit noch nicht belegt. Bis zur endgültigen Klärung durch weitere Analysen empfiehlt die DKG allerdings, auf Paraben-haltige Deodorants zu verzichten und gegebenenfalls das Produkt zu wechseln. Das in den Tumoren nachgewiesene Konservierungsmittel ist nur in wenigen Deodorants enthalten.

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