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Dermatologie 17. August 2005

KONGRESSBERICHT: Basaliome rechtzeitig erkennen

Broschüre informiert über die fünf charakteristischen Erkennungsmerkmale

Das Basaliom ist nicht nur der häufigste Hauttumor, sondern überhaupt eine der häufigsten Neubildungen beim Menschen. Mehr als 95 Prozent aller Basaliome sind die Folge übermäßiger Sonneneinstrahlung. Früher waren vor allem ältere Personen betroffen, die viel im Freien gearbeitet haben. In den letzten Jahrzehnten stieg die Zahl der Basaliome, wobei die erkrankten Personen zunehmend jünger werden.
Das Basaliom bildet zwar keine Metastasen, bei langem Bestehen kann aber durch lokal destruktives Wachstum eine Zerstörung tief liegender Hautschichten und sogar darunter liegender Strukturen erfolgen. Die Arbeitsgruppe Operative Dermatologie hat einen Folder über Basaliome herausgegeben, der über charakteristische Zeichen und die Behandlungsmöglichkeiten informiert. Er dient auch als Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung.

Die fünf Zeichen des Basalioms

  1. Eine Wunde, die drei oder mehr Wochen nicht heilt, manchmal nässt oder blutet und verkrustet sein kann. Die nicht heilende „Wunde“ ist ein sehr häufiges Zeichen für ein frühes Basaliom.
  2. Ein rötlicher Fleck, manchmal verkrustet oder schuppend; er kann auch jucken oder schmerzen. Nicht selten besteht er aber über lange Zeit ohne störende Symptome.
  3. Ein glattes Gewächs mit einem Randwall und zentraler Eindellung, die später geschwürig werden kann. Es können auch winzige Blutgefäße an der Oberfläche sichtbar werden.
  4. Ein glänzendes Knötchen mit wachsartigem Aussehen, häufig rot oder hellrot, seltener weißlich. Bisweilen besteht auch eine Einlagerung von dunklem Pigment, auch hier werden oft erweiterte kleine Blutgefäße an der Oberfläche sichtbar.
  5. Narbenartige Veränderungen, manchmal mit fehlendem Pigment oder auch wachsartigem Aussehen mit schlechter Abgrenzbarkeit zur Umgebung. Der tastende Finger verspürt eine Verhärtung im Vergleich zur gesunden Umgebung.

Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von operativer Entfernung durch Ausschneiden und plastischen Wundverschluss über Elektrochirurgie, Kryotherapie, Bestrahlungstherapie, Laserbehandlung, Immuntherapie bis zur photodynamischen Therapie.

Die Patienten-Information lässt sich unter www.operative-dermatologie.at downloaden. Der Informationsfolder ist auch in gedruckter Form erhältlich, er wird auf Anforderung durch die Firma Spirig Pharma GmbH, 4040 Linz, Hauptstraße 77, gegen Nachnahmeporto zugesandt.

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