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Dermatologie 15. Dezember 2014

Pflege bei Neurodermitis

Gut geeignet: Gerbstoffhaltige Pflanzenextrakte

Etwa zwei bis zehn Prozent der Bevölkerung leiden an Neurodermitis. Vor allem Kinder sind davon betroffen. Die Haut ist trocken und juckt. Grundlage jeder Behandlung ist die richtige Hautpflege mit Feuchthaltefaktoren.

„Gut geeignet sind gerbstoffhaltige Pflanzenextrakte, z.B. aus Hamamelis, als Zusätze in Pflegeprodukten“, sagte Apothekerin Dr. Kathrin Büke aus Berlin bei der Deutschen Apothekerfortbildung pharmacon.

Menschen mit Neurodermitis sollten ihre Haut täglich mit einer individuell angepassten Basispflege eincremen –- auch in symptomfreien Phasen. Wenn möglich, sollte jedes neue Hautpflegeprodukt vor der ersten großflächigen Anwendung auf einer irritierten Hautstelle auf Verträglichkeit getestet werden“, so Büke. Medikamente gegen Neurodermitis sollten grundsätzlich nur örtlich und zeitlich begrenzt aufgetragen werden und können die Basispflege nicht ersetzen.

Leitsymptom: Juckreiz

Das unsichtbare Leitsymptom der Neurodermitis ist Juckreiz. Dagegen hilft Kühlen der Haut, z.B. mit einer Kältekompresse. Als Hausmittel gegen Juckreiz eignen sich Teeumschläge: Zwei Teebeutel schwarzer Tee werden mit einer Tasse heißem Wasser übergossen und über Nacht ziehen gelassen. Am nächsten Morgen wird der kalte Sud auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Die beim Verdunsten entstehende Kälte lindert den Juckreiz ebenso wie die enthaltenen Gerbstoffe.

Teeumschläge trocknen aber die ohnehin schon trockene Haut zusätzlich aus. Deshalb sollten sie nur zusätzlich zur Basispflege genutzt werden. Wird der Juckreiz durch Kühlen oder Teeumschläge nicht ausreichend gelindert, können lokal betäubende Arzneistoffe helfen.

Quelle: abda, Apotheker Plus 10/2014

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