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Dermatologie 21. Februar 2014

Hohe Ozonkonzentration der Luft steigert die Allergenität von Birkenpollen

Untersuchungen lassen einen Anstieg allergischer Erkrankungen erwarten.

Die Forscher untersuchten Birkenpollen, die von unterschiedlich Ozon-belasteten Regionen in und um München stammten. Pricktests bestätigten eindeutig die unterschiedlichen Eigenschaften dieser Pollen. „Wir haben gefunden, dass Pollen unter hohen Ozonbelastungen heftigere Reaktionen bei Hauttestungen zeigten als Pollen mit anderen Standortbedingungen“, sagt Prof. Dr. Carsten Schmidt-Weber, Leiter des Instituts für Allergieforschung am Helmholtz Zentrum München. „Die höhere Konzentration der Allergene in hoch Ozon-belasteten Gebieten passt zu den verstärkten, entzündlichen Reaktionen, die diese Pollen hervorrufen“, erklärt Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin des Instituts für Umweltmedizin an der Technischen Universität München. „Ozon ist also ein prominenter Umweltfaktor mit einem großen Einfluss auf die Allergenität von Birkenpollen“. Das Ergebnis der Forschung lässt erwarten, dass in den nächsten Jahrzehnten im Zuge des Klimawandels und der Folge zunehmender Verstädterung die Ozonkonzentrationen ansteigen und damit die Bevölkerung häufiger unter Pollenallergien leiden wird. „Ozon ist ein äußerst wichtiger Faktor, der zu einer Zunahme von Birkenpollenallergien führen wird. Es ist davon auszugehen, dass sich mit der Erhöhung der Temperatur und damit des Ozongehalts der Luft auch die Symptome von Pollenallergien vervielfachen“, erklärt Traidl-Hoffmann. Die Zahl der Betroffenen wird steigen und sie werden nicht nur durch längere Blühphasen mit mehr Pollen, sondern auch durch potentere Pollen belastet.

Quelle: Presseinformation Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

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