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© Klaus Rose
 
Dermatologie 24. Jänner 2014

PUVA: lokal oder systemisch?

Im direkten Vergleich wirkten beide Therapien gleich gut.

Für eine PUVA-Therapie können Patienten den Wirkstoff 8-Methoxypsoralen schlucken oder in die Haut einziehen lassen. In punkto Nebenwirkungen unterscheiden sich beide Verfahren. Wie ist es bei der Wirksamkeit?

Patienten können zwischen systemischer oder lokaler PUVA-Therapie (Psoralen plus UV-A) wählen. Bei der systemischen Variante ist die generalisierte Photosensibilisierung nach Einnahme des 8-Methoxypsoralens (8-MOP) zu beachten sowie das steigende Risiko für Plattenepithelkarzinome. Zudem klagen manche Patienten über Kopfschmerzen und Übelkeit. All das entfällt bei lokaler Anwendung. Ob das geringere Nebenwirkungspotenzial mit einer geringeren Wirksamkeit einhergeht, wurde jetzt von Dermatologen am Universitätsklinikum Tübingen untersucht ( Berneburg M et al.: Brit J Dermatol 2013; 169 ).

Sie behandelten randomisiert 74 Patienten mit moderater bis schwerer Psoriasis über sechs Wochen lokal (n = 38) oder systemisch (n = 36). Als moderat bis schwer galten Erkrankungen ab einem PASI (Psoriasis Area and Severitiy Index)-Wert von 12 und/oder einer Ausdehnung der Plaques auf 10 Prozent der Körperoberfläche. Die Probanden schluckten zwei Stunden vor der Bestrahlung 0,5–0,7 mg/kg KG 8-MOP oder badeten 20 Minuten die betroffenen Areale in einer 0,0001%-igen 8-MOP-Lösung.

Die UV-Bestrahlung startete bei systemischer PUVA mit einer Dosis von 0,5–1,5 J/cm2, bei lokaler PUVA mit 0,2–0,5 J/cm2. Wiederholt wurde die Prozedur drei- bis viermal pro Woche, wobei die UV-Dosis wöchentlich um maximal 0,5 J/cm2 stieg. Der Therapie schloss sich ein vierwöchiges Follow-up an.

Sechs Wochen durchgehalten haben 30 Patienten mit Bade-PUVA sowie 21 mit systemischer PUVA. Nebenwirkungen ließen drei Probanden mit lokaler und fünf mit systemischer Behandlung vorzeitig aufhören. Doch bei allen hatte sich nach sechs Wochen das Hautbild deutlich gebessert. Dabei stellten sich beide Methoden als ähnlich wirksam heraus: in der Intention-to-treat (ITT)- wie auch in der Per-Protocol (PP)-Analyse (p = 0,389 bzw. p = 0,422): In der ITT-Population sank der PASI in der Bade-PUVA-Gruppe median von 16,4 auf 4,2 und in der systemisch behandelten Gruppe von 15,3 auf 5,8, in der PP-Population von 16,4 auf 2,3 beziehungsweise von 13,0 auf 2,6.

Fazit

Beide PUVA-Verfahren sind bei Psoriasis ähnlich wirksam. Die Bade-PUVA-Therapie schnitt etwas besser ab als die systemische, wenn auch nicht signifikant. Laut den Autoren ist die Bade-PUVA-Therapie trotz des Zeitaufwands eine der ökonomischsten und effektivsten Psoriasis-Behandlungen.

 

springermedizin.de, Ärzte Woche 5/2014

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