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Dermatologie 5. September 2013

Internationaler Asthma-Atlas der EAACI

In dem Nachschlagewerk werden sämtliche, mit Asthma im Zusammenhang stehende Aspekte beleuchtet. 

▬ Asthma bronchiale zählt mit  weltweit über 300 Millionen Erkrankten zu den größten volksgesundheitlichen Problemen. Besonders in städtischen Regionen nehmen seine Prävalenz und Auswirkungen zu und  breiten sich überall in der Welt aus, in  erster Linie infolge von Umweltveränderungen und Änderungen in den  Lebensgewohnheiten. Schätzungen  gehen davon aus, dass bei einem prognostizierten Anstieg der Stadtbevölkerung weltweit bis 2025 weitere 100  Millionen Menschen an Asthma bronchiale erkranken werden, was abgesehen vom persönlichen Leid der Betroffenen hohe Gesundheitskosten verursacht. Besonders besorgniserregend:  Asthma ist die am häufigsten auftretende Kinderkrankheit. Um dieses weltweite Gesundheitsproblem in Angriff zu nehmen, hat die  Europäische Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAA - CI) beschlossen, einen „Internationalen Asthma-Atlas“ herauszugeben, dessen Ziel darin besteht, eine Plattform  für eine umfassende strategische Planung zum Thema Asthma unter Einbeziehung von Forschung, Lehre und  internationaler Politik zu bilden. Der  Asthma-Atlas wurde von einem internationalen Team von 80 Meinungsführern erstellt. Er beinhaltet 147 Abbildungen und 46 Tabellen und soll in Zukunft ein grundlegendes Nachschlagewerk darstellen. Laut Prof. Cezmi Akdis, Präsident der EAACI, finden dabei  sämtliche, mit Asthma im Zusammenhang stehende Aspekte Berücksichtigung: von der Epidemiologie über die  Krankheitsmechanismen und Risiko-  und Schutzfaktoren bis hin zur Verwaltung, Prävention und Kontrolle.  Der „Internationale Asthma-Atlas“  wurde im Juni auf dem Asthma- und  Allergien-Weltkonkongress der EAACI  2013 in Mailand vorgestellt. Er stellt ein  Lehrmittel für Medizinstudenten,  Hausärzte, Beschäftigte im Gesundheitswesen, Patientenvereinigungen,  Entscheidungsträger, die medizinische  Industrie und Spezialisten dar, die sich  mit den Themen Asthma und den Komorbiditäten beschäftigen. Damit soll  aufgezeigt werden, welche Belastung  mit einer Asthma-Erkrankung verbunden ist. Es soll deutlich gemacht werden, dass größere Ausgaben im Bereich der Forschung getätigt werden  müssen, um die besten Wege zur Prävention und Kontrolle dieser Krankheit  zu untersuchen und zu bewerten. Da - rüber hinaus sollen Anleitungen zur  Überwindung von bestehenden Barrieren gegeben und die Politik aufgerufen werden, einen wirklich internationalen Ansatz diesbezüglich sicherzustellen.  

APA  

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