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Dermatologie 30. Juni 2005

Laser in der ästhetischen Medizin

Der fünfte Fortbildungskongress der Aesthetica Wien 2003 fand Mitte September in der Tagesklinik Wien unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Hernuss statt. Im Rahmen des Kongresses wurden der Stellenwert und die Einsatzmöglichkeiten der Lasertechnik in der ästhetischen Medizin abgehandelt.

Die Experten dikutierten aber nicht nur die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten dieser Technik, sondern auch über die möglichen Gefahren die durch die steigende Nachfrage auftreten können.
Prof. Dr. Dr. Ulrich Westermann, Osnabrück: "Allein die Anzahl der ästhetischen Laserbehandlungen im deutschsprachigen Raum für das Jahr 2002 wurde auf etwa eine Million geschätzt." Als Ursachen für die immer größer werdende Nachfrage nach kosmetischen Korrekturbehandlungen werden in erster Linie die beeindruckenden Behandlungserfolge sowie die Bedarfserweckung durch Medienberichte genannt. In seinem Referat betonte Westermann aber auch die steigenden Zahlen über unerwünschte Nebenwirkungen und Behandlungsfehler. Deren Ursache sieht er in einer oft unzureichenden Ausbildung der Behandler. Die Laser-Therapie wird dadurch oft bei falschen Indikationen eingesetzt, und die Aufklärung der Patienten wird oft als lückenhaft angegeben. Es wäre daher notwendig eine Qualitätssicherung für ästhetische Lasermedizin auf universitärem Niveau zu erreichen.
Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald bietet einen universitären Abschluss der Anwendung des Lasers in der ästhetischen Medizin. Prof. Dr. Peter Hernuss von der Tagesklinik Wien ist Lehrbeauftragter an dieser Universität.
Auf der Tagung wurden auch einige Anwendungsbeispiele des Lasers und konservative Methoden in der ästhetischen Medizin besprochen und bei der Übertragung von Live-Operationen vorgestellt.
Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Narben, Altersflecken, Besenreisern, Falten, Entfernung von Tätowierungen über Haarentfernung bis zur Muttermalentfernung.

Pigmentierte Malformationen

Eine exakte Diagnoseerstellung ist hier unumgänglich. Wichtig ist, dass es sich um einen benignen und oberflächlichen Befund handelt. Im Zweifelsfall ist eine histologische Untersuchung notwendig.
Für die Therapie mit Laser eignen sich grundsächlich ablative Verfahren, photothermolytische oder Kombinationstherapien. Hingewiesen wurde, dass zur Behandlung von pigmentierten Naevuszellnaevi auch eine Exzision erfolgen sollte. Nur in begründeten Ausnahmefällen, wie bei Naevi von sehr oberflächlichem Bautypen oder bei Lokalisation in Problemzonen, kann laserchirurgisch vorgegangen werden.

Tätowierungen

Bei selbstgemachten Tätowierungen oder Tätowierungen von Laien ist eine Entfernung der Tinte in wenigen Behandlungssitzungen möglich. Dies ist jedoch bei Tätowierungen von Profis aufgrund der tieferen Farbeinbringung, sowie der speziellen Farbzusammensetzung viel schwieriger. Diese Farben enthalten häufig Schwermetalle, die bei einer Photothermolyse oder Photoakustik toxische Substanzen freisetzen können.

Hämangiom und Teleangiektasie

Besenreiser, Hämangiome, Teleangiektasien sowie auffällige Gefäßzeichnungen und Feuermäler sind eine der wesentlichsten Indikationen des Lasereinsatzes. Die Teleangiektasien sind nach ein bis zwei Behandlungen normalerweise beseitigt. Mit den neuen Gefäß-Lasern ist eine selektive Verödung der störenden Gefäße möglich, ohne das umgebende Gewebe sichtbar zu beeinträchtigen.

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