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Dermatologie 1. April 2012

Lebensbedrohliche bakterielle Infektionen ausgehend von Varizellen Hautläsionen

Eine Varizelleninfektion ist in Österreich nach wie vor eine sehr häufige Erkrankung, da die Varizellen-Durchimpfungsrate sehr niedrig ist. Obwohl die Prognose generell gut ist, liegt die Hospitalisierungsrate im Rahmen einer Varizellen-Infektion bei etwa 6 pro 100.000 Kindern im Alter von 0–15 Jahren, vorwiegend bisher gesunde Kinder sind betroffen. Speziell Kleinkinder unter 5 Jahren sind gefährdet, davon besonders Kinder unter dem 1. Lebensjahr. Die häufigsten Komplikationen stellen bakterielle Superinfektionen, neurologische und respiratorische Komplikationen dar. Zwei Fälle von lebensbedrohlichen bakteriellen Superinfektionen werden hier dargestellt. Ein Kind erlitt ein Toxic Shock-Syndrom durch Streptokokken der Gruppe A mit großflächigen Hautnekrosen. Das zweite Kind verlor beinahe sein linkes Auge aufgrund eines tiefen Orbitalabszesses. Beide Kinder überlebten ohne schwere Folgeschäden, mussten jedoch zahlreichen plastisch-chirurgischen Eingriffen unterzogen werden. Mit der Umsetzung des Varizellen-Impfprogramms ist es in den USA gelungen, die Todesfälle durch Varizellenkomplikationen beinahe zu eliminieren. In Österreich sollte die Einführung des Varizellen-Impfprogramms für Kinder unter dem 2. Lebensjahr erwogen werden, um Komplikationen und Todesfälle durch Varizellen zu vermeiden.

Elisabeth Resch, Ulrike Ihm, Vera Haslinger, Thomas Wagner, Herbert Kurz, Wiener Medizinische Wochenschrift 7/8/2012

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