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Dermatologie 14. September 2011

Pyoderma gangraenosum: Komorbiditäten unter der Lupe

Ein Pyoderma gangraenosum steht wohl seltener im Zusammenhang mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung als bisher vermutet. Das lässt sich aus einer retrospektiven multizentrischen Studie schließen, in der Dr. Philipp Al Ghazal aus Essen Daten von 259 Patienten mit Pyoderma gangraenosum aus 21 deutschen Hautkliniken gesammelt und analysiert hat. Bisherige Studien hätten eine häufige Komorbidität mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen ergeben, erinnerte Ghazal beim 46. Kongress der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden.

Nach den Ergebnissen der Untersuchung waren Männer und Frauen gleichermaßen betroffen; die Studienteilnehmer waren meist mittleren Alters. Die Schmerzstärke wurde auf einer visuellen Analogskala im Mittel mit 6,2 angegeben. 111 Patienten berichteten über vorausgegangene Verletzungen.

Die Datenanalyse ergab mit 9,3 Prozent eine geringere Koinzidenz chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen als bisher angenommen. Ebenfalls 9,3 Prozent der Teilnehmer waren an rheumatoider Arthritis erkrankt. Deutlicher war der Zusammenhang zu hämatologischen und soliden Neoplasien, die bei insgesamt 12,4 Prozent der Patienten vorlagen. Auffällig waren auch Assoziationen zum metabolischen Syndrom; dieser neue Aspekt wird noch näher untersucht.

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