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Dermatologie 1. Mai 2011

Chronische Intussuszeption bei Kinder verursacht von Ascaris lumbricoides

Chronische Intussuszeption (CI) definiert man als eine Intussuszeption, die 14 Tage, oder länger, anhält. Die Diagnose ist oft verzögert, da die klinischen Manifestationen nicht spezifisch sind. Die Symptome sind zumeist intermittierende Bauchschmerzen und manchmal ein palpabler Tumor im Bauch. Zusätzlich besteht ein deutlicher Gewichtverlust. Die Diagnose basiert auf typischen Merkmalen im Ultraschall oder auf Ergebnissen der Röntgen Untersuchungen mit Bariumeinlauf beziehungsweise der CT (Computertomographie) Untersuchungen. Die Therapie ist chirurgisch, mit obligatorischem Ausschluss von möglichen zugrundeliegenden Läsionen. Wir berichten über ein 31/2 jähriges Mädchen mit chronischer Intussuszeption. Das Blutbild zeigte eine Eisen-Mangel-Anämie. Die Faeces wurde mehrfach positiv auf Ascaris lumbricoides getestet. Eine antiparasitäre Therapie mit Mebendazol wurde wiederholt durchgeführt und brachte anfangs Besserung. Nach Beendigung der Therapie traten die Symptome allerdings wieder auf. Beim darauf folgenden chirurgischen Eingriff wurde eine chronische Intussuszeption der Regio ileocolica gefunden, die bis zur Flexura hepatica reichte. Postoperative Kontrolluntersuchungen zeigten komplette Heilung. Wir glauben, dass die Infestation mit Ascaris lumbricoides ein ätiologischer Faktor für die Entwicklung der chronischen Intussuszeption bei diesem Kind war.

Harry Nikolić, Goran Palčevski, Giordano Šaina, Mladen Peršić, Wiener klinische Wochenschrift 9/10/2011

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