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Foto: wikipedia
Bademode um 1858: Hautkrebs war damals noch kein Thema.
 
Dermatologie 17. Mai 2011

Aufklärung gegen fatales Freizeitverhalten

Kampagnen wie „Sonne ohne Reue“ propagieren Prävention und Vorsorgeuntersuchungen.

Seit 1988 informiert die Österreichische Krebshilfe gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie über Hautkrebsvorsorge. Trotz aller Warnungen ist Hautkrebs jedoch im Ansteigen: 2008 erkrankten über 1.100 Menschen in Österreich am Melanom.

 

Im Kampf gegen Hautkrebs hat die Früherkennung besonderen Stellenwert: rechtzeitig erkannte und operierte Melanome können eine vollständige Heilung bedeuten. Das ist auch das Ziel der Kampagne Sonne ohne Reue: „Der vernünftige Umgang mit der Sonne kann daher verhindern, dass das Melanom auftritt“, erläutert Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe. „Die beste Vorsorge im Kampf gegen den Hautkrebs ist die Vermeidung von extremer Sonnenbestrahlung – das bedeutet Sonnenschutz durch Sonnencremen, Kleidung und Schatten“, erklärt dazu Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Vorstand der Universitätsklinik für allgemeine Dermatologie an der Medizinischen Universität Wien. Der zweite wichtige Vorsorgepunkt ist die Selbstkontrolle der Haut. Wenn sich Muttermale verändern, sollte keine Zeit versäumt werden und sofort der Hautarzt aufgesucht werden. Die dritte Vorsorgesäule ist die regelmäßige Hautkontrolle beim Arzt. „Das sind auch die wichtigsten Inhalte unserer Aktion ‚Sonne ohne Reue‘, zu der die Krebshilfe eine Vielzahl von Aktionstagen in ganz Österreich organisiert“, so Sevelda.

Der wesentlichste Grund für den Anstieg der Hautkrebsfälle in Österreich ist die ungeschützte UV-Bestrahlung. Vor allem der Gang ins Solarium führt insbesondere bei Jugendlichen zu erhöhtem Hautkrebsrisiko. Seit September 2010 müssen daher Solarienbetreiber sicherstellen, dass Jugendliche unter 18 Jahren keinen Zugang zum Solarium erhalten.

Ob der Klimawandel – insbesondere das Ozonloch – eine unmittelbare Auswirkung auf die Entstehung von Hautkrebs hat, ist derzeit wissenschaftlich nicht nachgewiesen. „Der richtige Sonnenschutz ist das Um und Auf der Hautkrebsvorbeugung, jedoch kein Freibrief zum Sonnenbraten“, mahnt Pehamberger.

Erfreulicherweise nehmen die Hautkrebs-Todesfälle im Vergleich zu den Neuerkrankungen in Österreich aufgrund der Früherkennung ab. Fortschritte in der Dermatoskopie fördern diesen Trend.

 

www.sonneohnereue.at

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