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Unbehandelt kann Fußpilz sich ausbreiten.
 
Dermatologie 12. Mai 2011

Fußpilzmittel im Test

Das deutsche Verbrauchermagazin Öko-Test hat in ihrer April-Ausgabe die gängigsten Fußpilzmittel getestet. 24 Produkte wurden nach ihrer Wirsamkeit und nach ihren Inhaltsstoffen beurteilt. Acht Wirkstoffe aus vier Wirkstoffgruppen wurden berücksichtigt (Azole, Allylamine, Thiocarbamat und ein Polyenantibiotikum). Auf die Angaben des Herstellers bezüglich der Hilfsstoffe haben sich die Tester nicht verlassen, sondern die Präparate wurden im Labor auf Paraffine, Silikone und Erdölverbindungen, auf Formaldehyd und Formaldehydabspalter untersucht. Wenn keine halogenorganischen Verbindungen deklariert waren, wurde auch das überprüft. Grundsätzlich wurden Produkte mit einem breiten Wirkspektrum besser bewertet als solche mit einem vergleichsweise schmalen Wirkspektrum (Tolnaftat, Nystatin). Die Breitspektrumantimykotika wirken „gleichermaßen gut gegen Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze“, so die Tester. „In den Cremes gegen Fußpilz werden sie zielgerichtet und therapeutisch sinnvoll eingesetzt.“ Von den 24 getesteten Präparaten schnitten neun mit der Bestnote „sehr gut“ ab: Antifungol Hexal, Apocanda-Creme 10 mg, Canesten Creme, Canesten Extra Creme, Extra Creme Canifug Creme, Clotrigalen Creme 1%, Clotrimazol AL 1%, Creme, Cutistad Creme 0,01 g/g und Vobamyk Creme. Ihnen wurde eine belegte Wirksamkeit attestiert, außerdem ent- hielten sie weder bedenkliche oder umstrittene Hilfsmittel noch Paraffine, Silikone oder sonstige Erdölprodukte. Abschließend wird im Bericht noch darauf hingewiesen, dass Stoffe, die von Öko-Test „eigentlich kritisiert werden“, bei dieser Untersuchung nicht zu einer Abwertung führten, gemeint sind PEG/PEG-Derivate, „weil sie die Haut durchlässiger machen und damit Fremdstoffe in den Körper einschleusen können.“ In der Fußpilztherapie ist dieser Umstand jedoch sogar erwünscht: „In den untersuchten Cremes können sie den Wirkstoff in die Haut transportieren, sodass der Pilz schneller stirbt.“

Quelle: ÖKO-Test 4/2011

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