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Dermatologie 12. Mai 2011

Maßgeschneiderte Haut aus dem Drucker

An der Jahrestagung der American Association for the Advancement of Science (AAAS) stellten Forscher ein Verfahren vor, bei dem Haut sozusagen maßgeschneidert aus dem Drucker kommt: Prof. Dr. James Yoo von der University School of Medicine, Winston-Salem, North Carolina, hat den Drucker entwickelt, der in einem ersten Schritt Brandverletzungen analysieren kann. Mit einem Laserscanner wird dann die genaue Größe und Form der Läsion erfasst. Danach wird eine dreidimensionale Rekonstruktion entworfen und schließlich werden die verschiedenen Schichten von unterschiedlichen Zellen „gedruckt“. In weniger als einer Stunde soll so das Präparat fertig sein. Prof. Yoos Studien wurden vom U.S.-Verteidigungs- ministerium gefördert, da fast ein Drittel der auf Schlachtfeldern erworbenen Verletzungen zumindest teilweise Brandverletzungen sind. Zum derzeitigen Stand der Technik enthält der Drucker keine eigenen Hautzellen des Patienten. Das führe zwar zu einer allergischen Reaktion, könne aber die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen. Bislang war es möglich, einem Schwein ein zehn Quadratzentimeter großes Hautpflaster aufzudrucken. In Zukunft sollen Opfer eigene Zellen erhalten können, was den Vorgang zwar verlangsamen würde, aber Abstoßungsreaktionen verhindern würde.

Quelle: Yoo, J.: Bioprinting of Human Skin In Vivo. AAAS Annual Meeting 2011; Abstract 4084, 21. Februar 2011, Washington DC, USA

AAAS/PH, hautnah 2/2011

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