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Dermatologie 1. Februar 2011

Aurikuläre Elektroakupunktur reduziert Häufigkeit und Schweregrad von Raynaud Attacken

FRAGESTELLUNG: Es konnte gezeigt werden, dass Akupunktur potenziell die Hautperfusion sowie die subjektive Kältewahrnehmung beeinflusst. Unsere Hypothese ist daher, dass aurikuläre Elektroakupunktur (EA) bei primärem Raynaud Phänomen (PRP) eine Symptomreduktion bewirken kann. METHODE: Sechsundzwanzig Patienten mit PRP erhielten 6 Zyklen aurikuläre EA. Nach 3, 6 und 24 Wochen wurden Häufigkeit und Schweregrad der Raynaud-Attacken mittels standardisierter Fragebögen und visueller Analogskalen (VAS) evaluiert. Weiters wurden die Hauttemperatur mit Infrarotthermographie und die Hautperfusion mit einem Laser Doppler Perfusion Imager untersucht. ERGEBNISSE: Verglichen mit den Ausgangswerten fanden wir eine signifikante Reduktion der Attackenhäufigkeit nach 3 (p = 0,001) und 6 Wochen (p < 0,001) aurikulärer EA. Nach 24 Wochen, nach Beendigung der EA, konnte eine anhaltende Verbesserung beobachtet werden (p < 0,001). Weiters konnte eine Reduktion der mit den Attacken assoziierten Schmerzen nach 3 (p = 0,003), 6 (p = 0,003) und 24 Wochen (p = 0,001) aurikulärer EA erreicht werden, während über den Beobachtungszeitraum keine signifikanten Änderungen der Hauttemperatur und der Hautperfusion festgestellt wurden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Aurikuläre EA reduziert Symptome (Häufigkeit und Schweregrad der Attacken), hat jedoch keinen Einfluss auf die Hautperfusion und Hauttemperatur.

Oliver Schlager, Michael E. Gschwandtner, Irene Mlekusch, Karin Herberg, Tanja Frohner, Martin Schillinger, Renate Koppensteiner, Wolfgang Mlekusch, Wiener klinische Wochenschrift 3/4/2011

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