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Dermatologie 7. Februar 2011

Genodermatosen: Grundlagenforschung fördern

„Seltene Erkrankungen und Genodermatosen wurden bisher als Waisenkinder der Schulmedizin behandelt“, kritisierte Prof. Dr. Helmut Hintner, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg, anlässlich der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) im November 2010 in Wien. „Das Grundlagenstudium ist bei diesen Erkrankungen äußerst wichtig, denn es kann einerseits die Gentherapie voranbringen und andererseits zu Behandlungsformen führen, die letztendlich bei sehr häufigen Erkrankungen effektiv werden.“ Beispielhaft ist die von Fulvio Mavilio und Michele de Luca beschriebene Gentherapie, bei der kultivierte Stammzellen eines Patienten mit junktionaler Epidermolysis Bullosa genetisch modifiziert und dann rücktransplantiert wurden. Die betroffenen Hautareale sind seit vier Jahren krankheitsfrei und gelten als geheilt. „Wir brauchen finanzielle Mittel zur Finanzierung von Zentren für Untersuchungen und Gentherapie-Forschung. Studenten und Ärzten sollen Ausbildungszentren zur Weiterqualifikation in Humangenetik zur Verfügung stehen!“, forderte Hintner.

ÖGDV/PH, hautnah 1/2011

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