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Dermatologie 23. November 2010

Ichthyose richtig pflegen

Betroffene müssen der Austrocknung der Haut konsequent entgegenwirken.

Ichthyosen, auch Fischschuppenkrankheit genannt, sind eine Verhornungsstörung der Haut, die durch unterschiedliche Gendefekte verursacht wird. Die nicht ansteckende Erkrankung kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, ist gut behandelbar, aber nach wie vor nicht heilbar. Mit intensiver Pflege ist es möglich, das Hautbild zu verbessern.

 

Eine der Hauptformen der Ichthyose bei Kindern ist die Ichthyosis vulgaris. Diese Erkrankung ist den leichteren Ichthyosen zuzuschreiben und macht sich durch trockene, raue Haut, Schuppen und gelegentlichen Juckreiz bemerkbar.

Zellerneuerung aus dem Takt

Schätzungen zufolge hat die Erkrankung eine Auftrittswahrscheinlichkeit von eins zu 300. Leichte Ichthyosen werden meist erst eine gewisse Zeit nach der Geburt offenkundig.

Die Ursache für das Auftreten einer Ichthyose ist das Ungleichgewicht von Zell-Erneuerung und Abschilferung der Haut. Bei Ichthyosen ist das natürliche Abschilfern gestört, es kommt zur Bildung größerer sichtbarer Hautschuppen. Speziell bei der Ichthyosis vulgaris ist die Ursache für die Erkrankung die Vererbung durch einen Elternteil, der den Gendefekt weitergibt. Die Folge davon ist ebenfalls eine Verdickung der Hornschicht.

Lebenslange Hautpflege

Da die Erkrankung nicht heilbar ist, müssen die Betroffenen ihr Leben lang eine konsequente Hautpflege durchführen. Vor allem im Winter ist die Haut sehr trocken und juckt daher. Durch intensive Pflege ist es aber möglich, das Hautbild zu verbessern. Weitere Möglichkeiten zur Pflege der Haut bei Ichthyosen stellte Prof. Dr. Josef Auböck, Leiter der Dermatologischen Abteilung, Krankenhaus Linz und Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV), wie folgt dar: „Um der Austrocknung der Haut entgegenzuwirken, werden milchsäure- oder harnstoffhaltige Cremes eingesetzt, auch Bäder in Kombination mit UV-B-Bestrahlung können hilfreich sein. Zusätzlich sind Aufenthalte am Meer sehr zu empfehlen, da sich Sonne und Salzwasser auf die Erkrankung äußerst positiv auswirken.“

 

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