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Dermatologie 1. August 2010

Carl Ludwig Sigmund Ritter von Ilanor, der Begründer der Venerologie, ein früher Krankenhaus-Hygieniker und österreichischer Epidemiologe im Dienste der europäischen Volksgesundheit. Zur 200. Wiederkehr seines Geburtstages im August 1810

Carl Ludwig Sigmund von Ilanor war primär als chirurgischer Primarius, dann als erster Professor der Syphilidologie im Wiener Allgemeinen Krankenhaus mit den damaligen katastrophalen hygienischen Zuständen konfrontiert, deren Behebungen ihn noch in der vorbakteriologischen Ära zu einem erfolgreichen Kliniker und Krankenhaus-Hygieniker, aber auch Sozialmediziner werden ließen. Weit über den österreichischen Staat hinaus bekannt wurde er durch seine Reformen der Abwehr von Seuchen, insbes. von Pest und Tierseuchen aus dem osmanischen Bereich Südosteuropas und der Levante wie auch der Cholera aus Indien. Die eigenen und fremde Erfahrungen an der österreichischen Militärgrenze, in deren Siebenbürgener Abschnitt er 1810 geboren worden war, und die in staatlichem Auftrag durchgeführten Reisen ließen ihn zum Reformator der österreichischen und anderer europäischer Quarantäne-Maßnahmen werden. Seine Vorschläge zur Abwehr des Eindringens von Seuchen in Europa und zur Errichtung einer Ständigen Internationalen Sanitätskommission mit Sitz in Wien wurden auf den Internationalen Sanitätskonferenzen in Wien und Washington angenommen.

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