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Prof. Dr. Alexandra Geusau Abteilung für Immundermatologie und Infektiöse Hautkrankheiten
 
Dermatologie 7. September 2010

Die Dermatologie nach Organtransplantation

In einem wissenschaftlichen Symposium in Wien werden die Bedürfnisse einer besonderen Patientengruppe diskutiert.

Am 23. Oktober 2010 findet im Billrothhaus Wien ein ganztägiges wissenschaftliches Symposium mit dem Thema „Die Dermatologie des organtransplantierten Patienten“ statt. Mit dieser Veranstaltung wird das Jubiläum einer zehnjährigen erfolgreichen Kooperation zwischen der Dermatologie und der Transplantations-Chirurgie an der Wiener Medizinischen Universitätsklinik gefeiert.

Organtransplantierte Patientinnen und Patienten benötigen zum Erhalt des transplantierten Organs eine lebenslange immunsuppressive Therapie, weshalb sie gefährdet sind, Infektionen und Tumoren der Haut zu erleiden. Rund 50 Prozent aller Malignome bei diesen Patienten machen nicht-melanozytäre Hauttumoren aus. Da die Zahl transplantierter Patienten und ihre Überlebensdauer steigen, gewinnt ihre dermatologische Betreuung an Bedeutung.

Heller Hautkrebs im Mittelpunkt

Wir sind erfreut, dass unserer Einladung führende Experten auf diesem Gebiet aus ganz Europa gefolgt sind. Ein Hauptthema des Symposiums ist der „helle“ Hautkrebs. Eggert Stockfleth aus Berlin, Gründer eines 2002 ins Leben gerufenen Netzwerkes europäischer Dermatologen, wird über die Epidemiologie von Hauttumoren und die therapeutische Herausforderung in diesem Szenario referieren.

Ingo Nindl aus Berlin/Heidelberg beleuchtet die Rolle der humanen Papillomviren bei der Hauttumorentstehung.

Jan Nico Bouwes Bavinck aus Leiden, Edward Geissler aus Regensburg und Günther Hofbauer aus Zürich präsentieren neueste Daten in Bezug auf die immunsuppressive Therapie.

Wir freuen uns auch über das Kommen von Celeste Lebbé, Paris, und Catherine Harwood, London, die seit vielen Jahren auf diesem Gebiet, unter anderem am Melanom bzw. am Kaposi-Sarkom, arbeiten.

Gesichtstransplantation aus dermatologischer Sicht

Ein besonderer Höhepunkt ist der Vortrag von Jean Kanitakis aus Lyon, der über die erste Gesichtstransplantation der Welt aus der Sicht des Dermatologen berichtet.

Das auf Deutsch gehaltene Vormittagsprogramm gibt einen Überblick aus der Sicht des Transplant-Mediziners und des Dermatologen. Mit diesem Symposium sind nicht nur Fachärzte für Dermatologie, sondern alle mit der Nachsorge befassten Mediziner aller Fachrichtungen angesprochen, und es wird ihnen ein spannendes Symposium geboten.

 

Prof. Dr. Alexandra Geusau, Abteilung für Immundermatologie und Infektiöse Hautkrankheiten, und Prof. Dr. Andreas Zuckermann, Abteilung für Herz-und Thoraxchirurgie

Symposium „Die Dermatologie des organtransplantierten Patienten“
23. Oktober 2010, 9.00–17.00 Uhr
Gesellschaft der Ärzte in Wien – Billrothhaus, Frankgasse 8, 1090 Wien

Kontakt:
Wiener Medizinische Akademie
Alser Straße 4, 1090 Wien

www.oegdv.at

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