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Dermatologie 7. September 2010

Erstes Hauttumor-Zentrum in Österreich zertifiziert

Das Hauttumor-Zentrum (HTZ) der Universitätsklinik für Dermatologie (MedUni Wien/AKH Wien) wurde im Juni 2010 von der Zertifizierungskommission der Deutschen Krebsgesellschaft (DGK), der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (AOD) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) als erstes österreichisches Hauttumor-Zentrum zertifiziert.

„Das neue Gütesiegel bestätigt, dass unser Hauttumor-Zentrum höchsten Anforderungen an Struktur, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Qualitätssicherung entspricht“, sagt Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie (MedUni Wien) und Leiter des HTZ. „Den Patienten gibt das die Sicherheit, im HTZ von erfahrenen Teams auf bestmöglichem medizinischem Niveau behandelt zu werden.“

Mehr als 3.000 Patienten mit Hauttumoren werden jährlich an der Wiener Universitätsklinik behandelt. Die Einbindung aller involvierter Disziplinen bedeutet hochspezialisierte Diagnostik, Therapie und Nachversorgung. Ein wichtiger Grundgedanke der Zertifizierung, so Pehamberger: „Nur Behandlungszentren einer bestimmten Größe können die hohen Qualitätskriterien erfüllen, denn nur mit ausreichend hohen Patientenzahlen ist eine spezielle Expertise und Kompetenz verbunden.“

Prof. Dr. Reinhard Krepler, ärztlicher Direktor und Direktor der Teilunternehmung AKH ist überzeugt: „Die Universitätsklinik für Dermatologie bietet herausragende Leistungen in der Betreuung von Patienten in Forschung und Lehre.“ Daher wurde der nach der internationalen Qualitätsnorm ISO 9001:2008 zertifizierten Klinik nun auch in einem fachspezifischen Zertifikat bestätigt, „dass sie alle Voraussetzungen für eine optimale Betreuung von Tumorpatienten verfügt.“

„Das Hauttumorzentrum folgt einem Trend in der Medizin, die Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und um sie herum ein Zentrum von Experten aus verschiedenen Fachrichtungen zu organisieren, anstatt sie von einer Abteilung zur anderen zu den einzelnen Behandlungsschritten weiter zu reichen“, sagt Prof. Dr. Oswald Wagner, Vizerektor für den Klinischen Bereich der MedUni Wien, Vorstand des Klinischen Instituts für Medizinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik.

Eine der wichtigsten Besonderheiten des HTZ ist die ausgeprägte Interdisziplinarität: Hier kooperieren alle Disziplinen, die in die Diagnose oder Behandlung von Hautkrebs involviert sind, besonders eng. Das Herzstück der Zusammenarbeit ist die regelmäßige interdisziplinäre Hauttumorkonferenz (Tumor-Board), an der Fachärzte aus allen kooperierenden Fachrichtungen verpflichtend teilnehmen. Das HTZ arbeitet in der Nachsorge und Betreuung der Hautkrebs-Patienten eng mit niedergelassenen Ärzten zusammen.

B&K/PH, hautnah 3/2010

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