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Dermatologie 1. Juni 2010

Wieder Hinweise auf Krebs durch Solarien

Je nach Häufigkeit und Dauer lässt sich ein bis zu vierfach erhöhtes Melanomrisiko durch das Bräunen mit künstlichem UV-Licht berechnen.

In der Fall-Kontrollstudie von US-Forschern wurden Daten von über 1.100 Melanompatienten mit denen von gleichaltrigen gesunden Personen verglichen. Danach waren die Melanompatienten deutlich häufiger im Sonnenstudio gewesen als nicht Erkrankte. Die Forscher berechneten daraus – einen kausalen Zusammenhang vorausgesetzt – ein um 75 Prozent erhöhtes Melanom-Risiko für Nutzer von Sonnenstudios. Bei Menschen, die in ihrem Leben schon 50 Stunden unter der UV-Lampe verbracht haben, ist das Risiko bereits um über das Dreifache erhöht, und bei Besuchern, die schnell bräunende Geräte mit hohem UV-Anteil verwenden, um das Viereinhalbfache. Zwar lassen Fall-Kontrollstudien keine kausalen Schlüsse zu, doch die Forscher versuchten, möglichst viele Erklärungen auszuschließen. So wurde auch die Exposition mit natürlichem Sonnenlicht berücksichtigt. Dennoch ergab sich ein klarer Zusammenhang zwischen Melanomrisiko und UV-Dosis im Solarium.

Quelle: Lazovich, D. et al.: Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention 2010; doi:10.1158/1055-9965.EPI-09-1249

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