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Dermatologie 30. April 2010

Melanom: Strahlentherapie verhindert erneute Metastasen

Strahlentherapie verhindert erneute Metastasen

Haben sich bei einem Melanom schon Metastasen in den Lymphknoten gebildet, sollte nach der Operation eine Strahlentherapie zum Einsatz kommen, denn diese reduziert das Risiko, dass erneut Lymphknoten vom Tumor befallen werden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich neuer Studienergebnisse hin.

Eine Untersuchung, die auf der Jahrestagung der ASTRO (American Society for Therapeutic Radiology and Oncology) in Chicago, USA, im November von Burmeister et al. vorgestellt worden war, hatte erstmals gezeigt, dass eine postoperative Strahlentherapie erneute Lymphknotenmetastasen verhindern kann.

Die Studie umfasste insgesamt 217 Patienten und wurde von Wissenschaftlern aus Australien und den Niederlanden durchgeführt. Bei allen teilnehmenden Patienten hatte der Tumor einen oder mehrere Lymphknoten befallen. Ärzte entfernten diese – ebenso wie den Primärtumor – zunächst operativ. Die Hälfte der Betroffenen erhielt in den Wochen nach der Operation eine Strahlentherapie. Der Anteil jener, bei denen der Krebs innerhalb der folgenden drei Jahre wieder Lymphknoten befiel, sank dadurch von 31 auf 19 Prozent.

AWMF/PH, hautnah 2/2010

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