zur Navigation zum Inhalt
Foto: Hohenstein Institute
Der Fußpilz-Erreger Trichophyton rubrum in Kultur.
 
Dermatologie 30. April 2010

Fußpilz aus dem Wäschekorb

Was geschieht, wenn ein Familienmitglied an Fußpilz leidet, und getragene Socken zusammen mit der restlichen Wäsche im Wäschekorb und der Waschmaschine landen? Dieser Fragestellung sind Forscher am Institut für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten im deutschen Bönnigheim nachgegangen.

Das Ergebnis: Werden infizierte Kleidungsstücke zusammen mit anderen gelagert, ist eine Übertragung der Pilzsporen auf andere Textilien möglich. Menschen mit Fußpilz sollten ihre Socken daher stets getrennt von anderen Textilien aufbewahren. Niedere Waschtemperaturen in der Haushaltswaschmaschine reichen nicht aus, um die Hautpilze sicher und effektiv zu beseitigen. Erst nach einer 60°-Wäsche konnten die Wissenschaftler keine Fußpilz-Sporen mehr auf dem getesteten Textilgut nachweisen.

Die Forscher entwickeln derzeit in Zusammenarbeit mit der Industrie eine Anti-Fußpilz-Socke, die in naher Zukunft das Volksleiden Fußpilz lindern könnte.

Hohenstein Institute/PH, hautnah 2/2010

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben