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Dermatologie 9. Dezember 2009

Rosacea kann das Sehvermögen gefährden

Rund 400.000 Menschen – bis zu 80 Prozent Frauen – sind in Österreich von der häufig unterschätzten Erkrankung betroffen, die oft lange nicht diagnostiziert oder als „Altersakne“ einer ganz falschen Ursache zugeordnet wird.

Das kann riskant sein – denn Rosacea ist bei weitem nicht nur ein kosmetisches Problem, warnt ÖGDV-Präsidentin Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Leiterin der Dermatologischen Abteilung des Wiener Donauspitals SMZ Ost. „Die sehr sichtbaren Hautveränderungen im Gesicht können für Betroffene eine starke psychische Belastung darstellen, das schränkt die Lebensqualität enorm ein“, sagte die Expertin. „Es kann aber auch zur Augenbeteiligung kommen, etwa zu chronischen Lidentzündungen oder auch Hornhautschädigungen, die bis zur Erblindung gehen können. Solche Augenkomplikationen kommen dabei nicht nur bei schwerer Rosacea vor, sondern auch bei leichteren Formen.“

Daher gilt in diesem Fall: Rechtzeitig zum Hautarzt gehen, denn je früher die Behandlung einsetzt, desto eher lassen sich Folgen vermeiden und desto besser ist der therapeutische Erfolg. Volc-Platzer mahnte: „Mit Rosacea sollten Betroffene immer einen Hautarzt konsultieren. Sie bildet sich nie von selbst zurück, sondern wird immer schlimmer.“

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