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Foto: flickr / alfaltendorf
 
Dermatologie 9. Dezember 2009

Heißes Thema UV-Strahlung

Dermatologen begrüßen das Solariumverbot für Jugendliche.

Neue Erkenntnisse zu Nutzen und Schaden von UV-Strahlung und innovative Sonnenschutz-Methoden waren wichtige Themen bei einer ÖGDV-Veranstaltung in Salzburg.

 

„Die Initiative der österreichischen Parlamentsparteien, die Nutzung von Solarien für Jugendliche im Alter von unter 18 Jahren zu verbieten, ist aus der Sicht von uns Hautärztinnen und Hautärzten äußerst begrüßenswert“, betonte Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und Leiterin der Dermatologischen Abteilung des Wiener Donauspitals SMZ Ost. „Je mehr wir über die Spätfolgen von UV-Belastungen in jungen Jahren wissen, desto wichtiger ist es, sich für solche Schutzmaßnahmen einzusetzen.“

UVA nicht harmloser als UVB

Der Wiener Dermatologe Prof. Dr. Herbert Hönigsmann erinnerte daran, dass UV-Strahlung nicht nur eine vorzeitige Hautalterung verursacht, sondern auch Hautkrebs: „Heute wissen wir, dass UVA-Strahlung keineswegs weniger gefährlich ist als UVB-Strahlung, wie dies lange propagiert wurde.“

Die Haut vergisst nie

UV-Strahlen schädigen die Mitochondrien und schwächen das Immunsystem bei der Abwehr von Hauttumoren. In den Mitochondrien sitzt das Gedächtnis der Haut. Ist eine Hautzelle einmal geschädigt, so kann sie diesen Schaden nie wieder gutmachen. „Je früher man mit dem Besuch von Solarien beginnt, umso größer ist die Dosis UV-Strahlung, die man im Laufe seines Lebens bekommt, und umso höher ist das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken“, unterstützte der Experte den Beschluss der Parlamentsparteien.

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