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Dermatologie 20. November 2009

Tumorformation und Wundheilung

Wundheilung und Tumorformation verwenden ähnliche Mechanismen

Der Prozess der Gewebereparatur und -regeneration ist ein komplexer zellbiologischer Vorgang mit dem Ziel der Wiederherstellung des verletzten Gewebes.

 

Dabei verwendet die Natur Mechanismen, wie sie prinzipiell auch bei anderen Prozessen, zum Beispiel der embryonalen Entwicklung, Entzündung, Fibrose, aber auch bei Tumorwachstum und Metastasierung beobachtet werden. Diesen Prozessen gemeinsam ist die Interaktion verschiedener Zellpopulationen.

Signalwege

Die dazu erforderlichen Signale erhalten die Zellen auf drei unterschiedlichen Wegen: durch direkte Zell-Zellinteraktion, durch Zell-Matrixkontakte oder durch Zytokin-vermittelte Wechselwirkungen. Eine grundlegende Voraussetzung für ein kon-trolliertes Gewebewachstum während der Wundheilung ist die stringente zeitlich und räumlich aufeinander abgestimmte Interaktion dieser Prozesse.

Im Gegensatz dazu führen Störungen dieser Wechselwirkungen zu Defiziten im Heilungsprozess, chronischen Entzündung, Fibrose oder auch Tumorwachstum. Es ist zu erwarten, dass die Aufklärung der Mechanismen, die zur Geweberegeneration und deren Störungen führen, auch zur Aufklärung der Pathogenese von chronischen Entzündungsprozessen und Neoplasien sowie deren Therapie beitragen.

Zur Person
Prof. Dr. Sabine A. Eming
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Universität Köln
Kerpener Straße 62
50937 Köln
Fax: ++49/221/478 5949
E-Mail:

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