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Foto: Tourismus Salzburg
Die Stadt Salzburg bietet wie schon 2006 eine schöne Kulisse für die Jahrestagung.
Foto: IntMedCom

Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer Präsidentin der heurigen Jahrestagung der ÖGDV

Foto: MedUni Wien

Prof. Dr. Herbert Hönigsmann hält die diesjährige Ferdinand-von-Hebra-Gedächtnisvorlesung.

 
Dermatologie 4. September 2009

Im November auf nach Salzburg

Drei gute Gründe, warum sich Dermatologinnen und Dermatologen die Jahrestagung der ÖGDV in Salzburg nicht entgehen lassen sollten

Im Herbst hält die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) wieder ihre Jahrestagung ab. Sie findet vom 27. bis 29. November in Salzburg statt. Im Folgenden gibt die diesjährige Präsidentin Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer eine Vorschau auf die Highlights der Veranstaltung.

Die Teilnehmer erwartet ein ebenso anspruchsvolles wie innovatives Programm. In bewährter Weise steht der Gesellschaft dafür wieder wie 2006 das Kongresszentrum in Salzburg zur Verfügung.

Anerkennung für Spitzenleistungen und Ausblicke in die Zukunft

Ein wichtiger Bestandteil sind auch heuer wieder die Fest- und Plenarvorträge. Die diesjährige Ferdinand-von-Hebra-Gedächtnisvorlesung am Samstag, dem 28. November ist gewissermaßen die dritte und letzte einer Serie, in der jährlich einer der drei Klinikvorstände, die letztes Jahr in den wohlverdienten Ruhestand getreten sind, geehrt werden. Sie wird von Herbert Hönigsmann gehalten – „Photobiologie: quo vadis?“ Die Photobiologie und die Phototherapie sind heute aus dem dermatologischen Alltag nicht mehr wegzudenken; die Phototherapie ist nach wie vor ein essenzieller Bestandteil der Behandlung der Psoriasis und der kutanen Lymphome. Aber wie geht es weiter im 21. Jahrhundert?

Leena Bruckner-Tuderman, Klinikdirektorin der Hautklinik Freiburg, wird in der Joseph-von-Plenck-Gedächtnisvorlesung 2009 am Sonntag, dem 29. November, einen Bogen spannen von der Grundlagenforschung bis zur Klinik und Therapie seltener Hauterkrankungen – „Seltene Erkrankungen, Millionen von Patienten“.

Georg Stingl zeigt neue Einsichten in das Krankheitsbild der Rosazea auf in seinem Vortrag „... und holt sich aus dem Glase Rubinen auf die Nase“. Die Jahrestagung wäre unvollständig ohne „Was gibt es Neues?“, heuer präsentiert von Lars French, Klinikdirektor der Hautklinik Zürich.

Ein Vor-Kongress-Kurs und drei Symposien

Eine Neuerung, die wir erstmals anbieten, ist ein Kurs am Vormittag vor der offiziellen Eröffnung, aber nichtsdestoweniger in engem Zusammenhang mit den Inhalten der Tagung. Dieser Kurs ist dem Thema Wundheilung gewidmet und wird von der AWA (Austrian Wound Association) organisiert.

Salzburg hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem Zentrum der Erforschung und Behandlung Blasen bildender Hauterkrankungen unter der Leitung von Helmut Hintner entwickelt. Unmittelbar nach der Eröffnung und nicht zufällig zu diesem Zeitpunkt und am heurigen Tagungsort wird das Symposium „Autoimmune und genetische bullöse Dermatosen“ abgehalten, zu dem internationale Experten als Redner eingeladen sind – Michael Hertl aus Marburg, Kim Yancey aus Dallas/USA, Leena Bruckner-Tuderman aus Freiburg und Luca Borradori aus Bern.

Es zieht sich gleichsam ein inhaltlicher roter Faden vom Vor-Kongress-Kurs weiter zum Symposium „Regenerative Medizin“ am Samstag, 28. November: Sabine Eming aus Köln spricht über Tumorformation versus Wundheilung, Franz Trautinger, St. Pölten, zu Neuem auf dem Gebiet der Wundheilung und schließlich Ludwig Aiginger aus Salzburg über „Stammzellen – Jungbrunnen für die Haut?“.

Am Samstag Nachmittag haben wir den freien Vorträgen insoferne eine neue Gestalt gegeben, als wir diese um ein Hauptthema gruppieren, nämlich „Haut, Nerven und Immunologie“. Die einführenden Vorträge halten Thomas Luger, Münster, über die „Neurogene Entzündung der Haut – molekulare Aspekte und therapeutisches Potenzial“ und Erwin Tschachler, Wien, über „Die Haut – das größte sensorische Organ“.

Neue und schwierige Krankheitsbilder

Wie lösen wir die diagnostischen und therapeutischen Probleme der „Toxischen epidermalen Nekrolyse“, des „Staphylococcal Scalded Skin Syndroms“, der „Kalziphylaxie“ oder der „Systemischen nephrogenen Fibrose“? Die neuen Ent- wicklungen und Erkenntnisse zu diesen Krankheitsbildern werden von Lars French, Zürich, Josef Koller, Salzburg, H. Salmhofer, Salzburg, und G. Obermoser, Innsbruck, präsentiert.

Was wäre die Jahrestagung der ÖGDV ohne die klinischen Fallpräsentationen aus den Hautabteilungen unseres Landes? Aber auch hier gibt es etwas Neues – am Sonntag wollen wir auch Fälle aus den benachbarten Ländern in die lehrreichen Fälle mitaufnehmen.

Wir, Johannes Bauer und ich, haben uns bemüht, ein ansprechendes, ebenso akademisch informatives wie praktisch orientiertes Programm zusammenzustellen. Die aufgezählten Sitzungen sind jedoch noch nicht das vollständige Programm. Sie werden noch weitere Veranstaltungen im Programm finden, die ebenso Ihr Interesse wecken werden! Das endgültige und vollständige Programm wird auf der Homepage der ÖGDV (www.oegdv.at ) ab November elektronisch abrufbar sein.

 

Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer
Leiterin der Dermatologischen Abteilung
Donauspital im SMZ Ost
Langobardenstraßse 122
1220 Wien

Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Wien, hautnah 3/2009

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