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Transplantationen 19. Juni 2013

Wiener AKH: 13-Jährige erhielt Spenderherz nach Kunstherz

Erster derartiger Eingriff in Österreich, der eine voll implantierbare Pumpe bis zur Transplantationsfähigkeit anwendet.


Wieder einmal eine Pionierleistung der Medizin am Wiener AKH mit den Universitätskliniken: In einem stundenlangen Eingriff erhielt - erstmals in Österreich - ein 13-jähriges Kind ein Spenderherz, nachdem ihm drei Monate zuvor ein voll implantierbares Kunstherz eingesetzt worden war. Letzteres, um das Mädchen in einen Zustand zu versetzen, in dem eine Organtransplantation möglich wurde. Dies teilte der Leiter des Herz-Transplantationsprogramms, Andreas Zuckermann, am Mittwoch am Rande einer Pressekonferenz in Wien mit.


"Als ich wegging sah es gut aus", sagte der Spezialist, der direkt aus dem Krankenhaus gekommen war. Die Vorgeschichte: Das Kind hatte eine schwere Herzmuskelerkrankung. Doch obwohl Kinder und Jugendliche in der Prioritätenliste für Spenderorgane von Eurotransplant nach oben gesetzt werden, wäre zunächst eine Organverpflanzung unmöglich gewesen, weil sich als Komplikation ein Lungenhochdruck eingestellt hatte.

Um das kranke Herz zu entlasten und den Lungenhochdruck verringern, entschlossen sich die Wiener Herztransplanteure zu einer Zwischenlösung. Erstmals erhielt ein Kind in Österreich eine voll implantierbare Mini-Rotationspumpe eingesetzt. Das wurde möglich, weil die Technik die Geräte immer kleiner macht.

Zuckermann: "Dieses Kunstherz saugt das Blut aus der linken Herzkammer und führt es der Körperschlagader zu." Durch die Entlastung des kranken Herzens reduzierte sich der Lungenhochdruck bis auf ein Niveau, ab dem ein Transplantation möglich wurde. "Ausbau" des Kunstherzens und Organverpflanzung liefen dann bis Mittwochvormittag.

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