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Transplantationen 19. Dezember 2012

Britin erhielt Lunge von Raucher und stirbt an Lungenkrebs

Vater: "Sie starb einen Tod, der für jemand anderen gedacht war"


Eine 27-jährige Britin hat eine Spenderlunge von einem Raucher erhalten - und ist 16 Monate nach der Transplantation an Lungenkrebs gestorben. Die Frau aus Essex war bereits im August verstorben, doch erst jetzt wurde der Fall in den Medien bekannt. "Sie starb einen Tod, der für jemand anderen gedacht war", sagte der Vater der BBC. Er hatte sich an die Öffentlichkeit gewandt, um auf ihren Fall aufmerksam zu machen.



Er gehe davon aus, dass seine Tochter der Transplantation nicht zugestimmt hätte, wenn sie gewusst hätte, dass der Spender ein Raucher war, heißt es in dem BBC-Bericht. Die Frau litt unter Mukoviszidose und war vor der Transplantation ununterbrochen auf künstliche Sauerstoffzufuhr angewiesen.

Die Krankenhausgesellschaft, der "Royal Brompton Harefield NHS Foundation Trust" entschuldigte sich dafür, die Patientin nicht näher über das Spenderorgan informiert zu haben: "Sie hätte die Chance bekommen müssen, selbst zu entscheiden." Die Ärzte hätten zwar gewusst, dass es sich bei dem Organ um die Lunge eines Rauchers handelt, von dem Tumor sei aber nichts bekannt gewesen.

Grundsätzlich würden aber wenige Patienten Lungen von Rauchern zur Transplantation in den eigenen Körper ablehnen. Das Risiko, auf eine gesunde Lunge zu warten, sei noch größer als an der eingepflanzten Lunge zu erkranken. "Es würden 40 Prozent weniger Lungen zur Transplantation zur Verfügung stehen, wenn diejenigen, die von einem Raucher kommen, abgelehnt würden."

Die für Organspenden zuständige Abteilung NHS Blood and Transplant teilte mit: "In Großbritannien und überall auf der Welt müssen Organe mit größeren Risiken verwendet werden, weil es die einzige Möglichkeit ist, das Leben von denen zu retten, die sie dringend benötigen."

  • Herr Richard Hagenauer, 21.12.2012 um 12:50:

    „Auch in einem angeblichen Rechtsstaat passieren unglaubliche Dinge. Da werden ganz öffentlich, bis in die höchsten politischen Kreise für Organspenden geworben, doch es wird vorsätzlich verschwiegen, dass die Organe bei lebendigem Leibe entnommen werden! Das ist Fakt! Fakt, weil ein toter Körper keine lebende Organe haben kann!
    Nun werden Spendern Organe entnommen die geschädigt oder krank sein können! Niemand prüft dies vor der Einpflanzung in einen anderen Körper! Das nenne ich schwerste Körperverletzung. Der Tod von Organaufnehmenden wird billigend in Kauf genommen! Was sagt hierzu die Justiz? Vermutlich nichts! Denn das große Geschäft mit Organen weltweit hat längst seine einflussreichen Lobbyisten!!!

    Im Falle der Britin wurde dies allen klar vor Augen geführt: Die bereits verkrebste Lunge eines Rauchers veranschaulicht, dass die ungeprüfte Tauglichkeit der Lunge einer Straftat mit Todesfolge gleichkommt! Schon wieder wurde eine Nichtraucherin Opfer der Tabaknikotindrogen-Industrie!“

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