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Neurochirurgie 1. November 2010

Mit cerebro-spinaler Flüssigkeit gefüllte Pseudozyste der Leber als Komplikation eines Ventrikel-Peritoneal Shunts

Wir berichten über eine 30-jährige Patientin, die an einem sekundären Hydrocephalus litt. Nach Ruptur und erfolgreicher Klippung eines Aneurysmas der Arteria communicans anterior war ihr ein Ventrikel-peritonealer Shunt (VPS) gesetzt worden. 3 Wochen später traten respiratorische und abdominelle Probleme, sowie Fieber auf. Durch Ultraschall und Computertomographie diagnostizierten wir eine mit cerebrospinaler Flüssigkeit (CSF) gefüllte Pseudozyste in der Leber. Nachdem wir in der CSF Bakterien feststellten, wandelten wir den VPS in einen externen Ventrikeldrain um. Danach wurde eine Ultraschall gezielte Punktion und Drainage der CSF-Leber Pseudozyste durchgeführt. Die Kontroll-CT des Abdomens zeigte eine Regression der zystischen Formation. Die Patientin verstarb 1 Monat nach der Diagnose der CSF – gefüllten Leber Pseudozyste im Sepsisbedingten Multiorganversagen. Die Perforation parenchymatöser abdomineller Organe durch das distale Ende des VPS stellt eine seltene Komplikation dar. Sie ist wahrscheinlich Folge einer Infektion des Shunts und einer immunologischen Reaktion, die während der Lokalisierung der Infektion stattfand.

Zlatko Kolić, Melita Kukuljan, David Bonifačić, Duje Vukas, Wiener klinische Wochenschrift 21/22/2010

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