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Chirurgie 1. August 2007

Soziologie des Brustgewebes

GRUNDLAGEN: Die operative Entfernung der weiblichen Brust und onkologische Behandlungen verletzen das Körper- und Selbstbild von Frauen sowie ihre Gefühle. Elf Brustrekonstruktionspatientinnen schildern ihre Erfahrungen. Argumente der Frauen für und gegen Sofort- oder Sekundärrekonstruktion erlauben Rückschlüsse auf Kommunikationsprozesse sowie den Fluss von Informationen in den unterschiedlichen involvierten Fachdisziplinen. METHODIK: Im Rahmen dieser Beobachtungsstudie werden Instrumente der narrativen Medizin, der Ethnografie, der Medizinsoziologie sowie der Kommunikationswissenschaften miteinander kombiniert. Wir arbeiten mit teilnehmender Beobachtung und offenen Interviews. ERGEBNISSE: Die chirurgische Wiederherstellung der körperlichen Integrität und des Körperschemas erfordert die Einbeziehung von psychosozialen und kulturellen Faktoren, die jede einzelne Frau individuell für sich selbst definiert. Indikationen und Therapiekonzepte können aufgrund der Forschungsdaten individuell abgestimmt werden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Ein gegenseitiger Übersetzungs- und Vermittlungsprozess wird angeregt – ChirurgInnen lernen die Sprache(n) ihrer Patientinnen besser zu verstehen und die von ihnen behandelten Frauen tauchen in die Vorstellungswelten der plastischen und wiederherstellenden Chirurgie ein.

C. Lammer, A. Titscher, K. Schrögendorfer, N. Kropf, B. Karle, W. Haslik, U. Travniczek, M. Frey, European Surgery

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