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Chirurgie 25. November 2013

Evaluierung der transperinealen Prostatastanzbiopsie bei Patienten mit mindestens zwei negativen transrektalen Biopsien

Hintergrund: Die transperineale Prostatabiopsie (TPB) ist ein alternatives Verfahren zur Detektion von Prostatakarzinomen (PCa) bei Patienten mit multiplen Vorbiopsien. Ziel dieser Arbeit ist die Evaluation der Detektionsrate, PCa-Lokalisation und PCa-Signifikanz dieser Methode.

Methodik: In diese prospektive Studie wurden 50 Patienten eingeschlossen, die die folgenden Kriterien erfüllten: mindestens zwei negative transrektale Prostatabiopsien in den vergangenen 24 Monaten, PSA-Wert < 20 ng/mL, Prostatavolumen < 100 mL, und 10-Jahres-Lebenserwartung > 90 % gemäß dem Walz-Nomogramm. Bei allen Patienten wurde eine standardisierte 24-fach TPB mit einer Schablone durchgeführt. Die PCa-Detektionsrate, deren Lokalisation und Signifikanz wurden ermittelt.

Ergebnisse: Das mediane Patientenalter betrug 57,5 Jahre und der mediane PSA-Wert lag bei 7,3 ng/mL. Ein PCa wurde bei 24 Patienten gefunden (48 %). Die anteriore Zone der Prostata war bei 16 Tumoren involviert (32 %). Sechs PCa (25 %) waren insignifikant. TPB-assoziierte Komplikationen traten bei 2 Patienten auf (4 %).

Schlussfolgerungen: Die 24-fach TPB ist ein sicheres Verfahren mit einer hohen PCa-Detektionsrate. Von den gefundenen PCa sind nur wenige nicht signifikant. Bei weiterem Verdacht auf ein PCa könnte Patienten mit mehreren negativen transrektalen Biopsien dieses Verfahren angeboten werden.

Tobias Klatte, Natalia Swietek, Georg Schatzl, Ass.-Prof. Dr. Matthias Waldert, Wiener klinische Wochenschrift 21/22/2013

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