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Chirurgie 27. Juni 2013

Atypische pANCA als Marker bei unspezifischer Colitis für die Voraussage einer Colitis ulcerosa und eines Morbus Crohn

Ziel: Ziel der Studie war es, die mögliche Bedeutung von atypischen ANCA bei Patienten mit unspezifischer Colitis (UC) in Bezug auf die Vorhersage einer Colitis ulcerosa (CU) oder einer Morbus Crohn (MC) zu prüfen.

Material und Methoden: In einer retrospektiven Studie wurden aus der Zeit von April 2008 bis Dezember 2010 ambulante und stationäre Patienten unseres Spitals in die Studie aufgenommen. Insgesamt wurden bei 25 Patienten mit UC in der vorliegenden Studie aus 25 randomisert ausgesuchten Serum-Proben mittels eines ELISA Assays die pANCA im Serum bestimmt.

Ergebnisse: Das minimale Follow-up lag bei 12 Monaten. Die mittlere Krankheitsdauer bei 20,52 Monaten. Die Diagnosen wurden bei 13 Patienten im Beobachtungsverlauf zu CU und bei 5 Patienten zu MC geändert. Bei den restlichen Patienten blieb die Diagnose einer UC bestehen, wobei die mittlere Krankheitsdauer 21,29 Monate betrug. Es bestand ein statistisch signifikanter Unterschied bezüglich Krankheitsdauer beim Vergleich von Patienten mit positiven pANCA zu den pANCA negativen Patienten. Außerdem bestand in unserer Studie eine positive Korrelation zwischen der UC und der Lokalisation der Erkrankung.

Schlussfolgerungen: Bei Patienten mit einer ursprünglichen Diagnose einer UC und positiven pANCA Nachweis kommt es häufiger zur definitiven Diagnose einer CU oder eines MC als bei Patienten mit UC und negativen pANCA Nachweis.

Assoc. Prof. Murat Kekilli, Yavuz Beyazit, Adnan Tas, Bilge Tunc, Abdurrahim Sayilir, Aysel Ulker, Wiener klinische Wochenschrift 9/10/2013

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