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Chirurgie 27. Juni 2013

Körperliche und sportliche Aktivität in Anlehnung an das Transtheoretische Modell: Zusammenhänge mit Rauchen und BMI bei Erwachsenen in Österreich

Einleitung: Regelmäßige körperliche Aktivität führt zu einer Reihe von physiologischen Vorteilen wie einem geringeren Risiko für koronare Herzerkrankungen, Diabetes mellitus oder Adipositas. Für Österreich fehlt es an Informationen wie groß der Anteil derjenigen ist, welche keiner körperlichen Aktivität nachgehen beziehungsweise unregelmäßig physisch aktiv sind. Ziel dieser Studie ist es, soziodemographische Faktoren zu den Stufen der Verhaltensänderungen des Transtheoretischen Modells für körperliche und sportliche Aktivität zu beschreiben und die Assoziationen zu Rauchen und BMI zu identifizieren.

Methodik: Selbstberichtete Daten wurden in einem standardisiertem Verfahren mithilfe eines Fragebogens erhoben. 489 Erwachsene wurden im Rahmen einer ambulanten Gesundenuntersuchung, welche im Süden Österreichs durchgeführt wurde, befragt. Körpergröße und –gewicht wurden von ÄrztInnen abgemessen. Die TeilnehmerInnen teilte man fünf Verhaltensstufen (Absichtslosigkeit, Absichtsbildung, Vorbereitung, Handlung, Aufrechterhaltung), für körperliche und sportliche Aktivität zu.

Ergebnisse: Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass ältere Personen mit größter Wahrscheinlichkeit der Stufe Aufrechterhaltung (Bewegung mit mittlerer Intensität) angehörten (p < 0,05). Personen mit höchster Bildung waren am ehesten sportlich aktiv (p < 0,05). Weiters zeigte sich, dass die niedrigste Verhaltensstufe mit einem höheren BMI im Hinblick auf sportliche Aktivität assoziiert werden konnte und RaucherInnen eher sportlich inaktiv waren als NichtraucherInnen (p < 0,05).

Schlussfolgerungen: Unsere Ergebnisse tragen dazu bei, das Verhalten von Personen, welche regelmäßig körperlich aktiv sind, besser zu verstehen. Die Resultate können für Bewegungsförderungsprogramme genützt werden, um Risikogruppen gezielt zu erreichen.

Franziska Großschädl, Prof. Sylvia Titze, Mag. Nathalie Burkert, Prof. Willibald J. Stronegger, Wiener klinische Wochenschrift 9/10/2013

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