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Chirurgie 16. März 2013

Die Rolle der Chirurgie beim Bronchialkarzinom

Das Bronchialkarzinom stellt heute eine der häufigsten Krebserkrankung bei Männern und Frauen weltweit dar. Die Entstehung eines Bronchialkarzinoms ist in über 90 % direkt bzw. indirekt durch Zigarettenkonsum bedingt [1].

Übrige Umweltfaktoren, entzündliche Erkrankungen und genetische Disposition spielen eine untergeordnete Rolle. Die Prognose des Bronchialkarzinoms hat sich trotz moderner Therapieansätze in den letzten 40 Jahren kaum verändert. Die 5-Jahres-Überlebensrate ist mit 13 % alle Stadien zusammengenommen sehr schlecht [2].

Etwa 80 % der Bronchialkarzinome werden der Gruppe der nicht-kleinzelligen Karzinome zugeordnet (NSCLC = non-small cell lung cancer), 20 % sind kleinzellige Karzinome (SCLC = small cell lung cancer). Das kleinzellige und nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom unterscheiden sich hinsichtlich der Tumorausbreitung und ihrer Gesamtprognose. Die Prognose des SCLC ist aufgrund einer frühen Fernmetastasierung sehr schlecht. Die mittlere Überlebenszeit für alle Stadien liegt zwischen 6–16 Monaten [3].

Auf Grund des raschen Wachstums und der frühen Metastasierung, aber auch der Chemosensitivität ist das kleinzellige Bronchialkarzinom eine Domäne der primären Chemotherapie. Das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom ist vorwiegend durch ein lokales Wachstum charakterisiert, jedoch sind zum Zeitpunkt der Diagnose etwa 40 % der Patienten im Stadium IV. Insbesondere die frühen Tumorstadien IA und IB ohne Lymphknotenbefall haben mit einer 5-Jahresüberlebensrate von 60 bzw. 38 % eine vergleichsweise gute Prognose.

Mir Alireza Hoda, Thomas Klikovits, Univ.-Prof. Dr. Walter Klepetko, Wiener Klinische Wochenschrift Education 3/4/2012

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