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Nach insgesamt 20 Operationen kann Ronald Steinwendner heute mit seiner linken Hand wieder einfache Dinge greifen.
 
Chirurgie 15. Jänner 2013

„Der eine Silvesterknaller hat mein ganzes Leben verändert!“

Wenn aus lautem Spaß gefährlicher Ernst wird, ist es meist Silvester …

Der 31. Dezember 2011 wird Ronald Steinwendner sein restliches Leben unvergessen bleiben. Der 30-jährige Baggerfahrer wollte am Silvesterabend einen handelsüblichen - in Westeuropa produzierten – Böller zünden. Die Lunte brannte nicht wie üblich einige Sekunden lang, sondern der Böller explodierte sofort. Mit einer völlig zerfetzten linken Hand wurde er ins Klinikum Wels-Grieskirchen eingeliefert und in die Hände des plastischen Chirurgen Dr. Tomas Kempny übergeben, der den Patienten notoperierte. „Die Gefahren von einfachen Knallkörpern werden durch diesen Unfall wieder ins Bewusstsein gerufen. Der Fall von Herrn Steinwendner zeigt, dass ganz gleich, wo man die Böller kauft, diese gefährlich sein können!“, warnt Kempny.

Transplantation im Operationsmarathon

Nach einer Bauchhautlappen-Verpflanzung Mitte Jänner folgte im Spätsommer eine 12-stündige Zehentransplantation. Die zweiten Zehen des Patienten wurden auf die Position des Daumens und kleinen Fingers transplantiert. Warum man sich überhaupt für eine Transplantation anstatt einer Prothese entschied, erklärt Kempny folgendermaßen: „Durch eine Zehentransplantation kann der Patient nach einem halben Jahr wieder ein Gefühl in seiner Hand verspüren und damit eine einfache Greiffunktion erlangen.“

Zehen als Fingerersatz

Nach insgesamt 20 chirurgischen Eingriffen kann Ronald Steinwendner heute mit seiner linken Hand wieder einfache Dinge greifen. Mit der wiedererlangten – wenn auch eingeschränkten - Greiffunktion soll aber eine normale Baggersteuerung für das Silvesterunfallopfer wieder möglich sein. Steinwender ist zuversichtlich: „Ich bin 30 Jahre alt und habe mein ganzes Berufsleben noch vor mir. Dank des Klinikum Wels-Grieskirchen werde ich wahrscheinlich wieder in meinen Job als Baggerfahrer zurückkehren.“

Quelle : Presseinformation Klinikum Wels-Grieskirchen

Unfall

Unfall_operiert

Klinikum Wels-Grieskirchen , springermedizin.at

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