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Chirurgie 1. März 2012

Indikationen, Komplikationen und Lang-zeit Follow-up von Patienten nach perkutaner endoskopischer Gastrostomie (PEG): Eine retrospektive Studie

EINLEITUNG: Im letzten Jahrzehnt sehen sich die Abteilungen für Gastroenterologie mit immer mehr Zuweisungen zur PEG konfrontiert. Aus diesem Grund beschlossen wir, die von uns gesetzten PEGs im Hinblick auf Indikationen, Komplikationen und Langzeitverlauf zu analysieren. MATERIAL UND METHODEN: Retrospektiv wurden die Indikationen, die geglückten Prozeduren, die Komplikationen sowie die Langzeitergebnisse der Patienten, die von Oktober 2002 bis April 2009 an der Gulhane Militär Medizinischen Akademie, Haydarpasa Training Hospital, behandelt wurden, ausgewertet. ERGEBNISSE: Bei 81 Patienten war eine PEG durchgeführt worden. Bei 77 dieser Patienten lag eine Information über den Langzeitverlauf vor. 40 der Patienten waren männlich, das mittlere Alter lag bei 70,74 + 20,82 (20 bis 104) Jahren. Die PEG konnte bei fast allen Patienten erfolgreich gesetzt werden. Nur bei einem Patienten, der während der Prozedur eine Magenblutung hatte, gelang dies nicht. Ein Patient verstarb an einer mit der Platzierungs-Prozedur verbundenen Komplikation. Die häufigste Indikation zur PEG waren neurologische Erkrankungen (71 Patienten, 92 %) gefolgt von Kopf und Hals Krebs bei 6 (8 %). Die mediane Follow-up Periode lag bei 12 Monaten. (von 3 Tagen bis zu 78 Monaten). PEG bezogene Komplikationen traten bei 14 Patienten (18,2 %) bei insgesamt 16 Prozeduren mit einer resultierenden Gesamtkomplikationsrate von 21 % auf. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Platzierung einer PEG Sonde ist eine sichere Maßnahme und wird mit einer niedrigen Komplikationsrate und niedriger Mortalität sogar von älteren Patienten mit vielen Begleiterkrankungen unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen gut toleriert.

Fatih Ermis, Melih Ozel, Kemal Oncu, Yusuf Yazgan, Levent Demirturk, Ahmet Kemal Gurbuz, Taner Akyol, Hasan Nazik, Wiener klinische Wochenschrift 5/6/2012

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