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Chirurgie 19. März 2012

Lungen-OP an Fötus im Mutterleib

Mit der weltweit ersten Lungenoperation an einem Fötus im Mutterleib haben spanische Ärzte nach eigenen Angaben dem Baby das Leben gerettet. Wie die Mediziner von zwei Kliniken in Barcelona am Dienstag mitteilten, erfolgte der Eingriff bereits Ende 2010.

Demnach litt das Baby an einer Anomalie der rechten Bronchien, die verstopft waren. Daher habe sich die Lunge wie ein Tumor entwickelt, erläuterten die Ärzte.

Bei der Operation sei ein winziges Endoskop durch den Mund des damals 26 Wochen alten Fötus eingeführt worden, um die rechten Bronchien zu durchstechen und wieder mit den zentralen Atemwegen zu verbinden. Der Eingriff sei «extrem riskant» gewesen, weil er nahe am Herzen erfolgte und das Gewebe so dünn wie Zigarettenpapier gewesen sei, sagte der Leiter der Entbindungsstation des Spitals Clínic, Eduard Gratacos.

Das Baby wurde elf Wochen nach der OP mit einem Gewicht von 2,5 Kilogramm geboren. Das heute 16 Monate alte Mädchen namens Alaitz sei «völlig normal», sagte seine Mutter, die 33-jährige Monica Corominas. Der Eingriff sei die einzige Option gewesen, andernfalls hätte das Kind abgetrieben werden müssen.

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