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Chirurgie 20. Februar 2012

Mit dem Tablet-PC zum Patientenbett

Schmerzen nach Operationen besser in den Griff bekommen

So gut und erfolgreich eine Operation auch verlaufen sein mag, Schmerzen können nach einer OP bei jedem Patienten auftreten. Daher sollten für jeden Patienten nach einer OP eine Schmerzerhebung und eine individuell abgestimmte Schmerztherapie erfolgen. Die Anästhesisten im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz und Wien dokumentieren das Schmerzempfinden der operierten Patienten mobil mittels Tablet-PC. Die Daten werden zum Zentralcomputer geschickt und damit sofort zur Patientenakte gespeichert. Weitere Spitäler der Vinzenz Gruppe werden diesen Ansatz teilweise noch heuer übernehmen. Dieses Konzept stand auch bei den diesjährigen Anästhesie-Kongresstagen der Vinzenz Gruppe Ende November im Orthopädischen Spital Speising in Wien auf dem Programm. „Die postoperative Schmerztherapie hilft uns auch, ökonomischer zu wirtschaften“, erklärte Dr. Johann Blasl, Leitender Anästhesist im Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien: „Denn durch die Dokumentation und Behandlung der Schmerzen können viele Patienten – zum Beispiel nach einer Gelenksersatz-Operation – schon viel früher mobilisiert werden, sprich: das Krankenhaus verlassen. Aktuelle Studien zeigen, dass man dadurch dem Gesundheitssystem bis zu 1.500 Euro pro Patient ersparen kann“. Ein weiteres zentrales Thema am Anästhesie-Kongress widmete sich der Ethik in der Anästhesie. Am Rande des Symposiums diskutierten die Experten auch über Hypnose in der Anästhesie: „Sie kann ein Bestandteil der Narkose sein“, erläuterte Blasl.n

Quelle: Presseaussendung, Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, Wien

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