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Chirurgie 17. Februar 2012

Defekte Implantate: 40 Österreicherinnen betroffen

VKI: Versicherer Allianz soll zur Kassa gebeten werden.

Nach dem Aufruf des Vereins für Konsumentenschutz (VKI) haben sich 40 Frauen gemeldet. "80 haben das Formular auf der Homepage aufgerufen, 40 haben es vollständig ausgefüllt und abgeschickt", sagte der Leiter der VKI-Rechtsabteilung, Peter Kolba. Die Möglichkeit, in Österreich den französischen Pflichtversicherer Allianz auf Produkthaftung zu klagen, könnte gegeben sein. Derzeit würden die Ansprüche gegenüber der Versicherung geprüft.

Sammelklage prüfen 

Das Konsumentenschutzministerium hat den VKI damit beauftragt, die Fälle Betroffener zu sammeln und die Möglichkeiten für eine Sammelintervention, gegebenenfalls auch eine Sammelklage zu prüfen.

Österreicherinnen mit PIP-Implantaten 

Aufgerufen sind alle Österreicherinnen, die Implantate des Herstellers Poly Implant Prothese (PIP) mit Sitz in Frankreich eingesetzt bekamen, auch jene, die sich im Ausland operieren ließen. Auf der Homepage http://www.verbraucherrecht.at  können sich Betroffene über die rechtlichen Möglichkeiten informieren und ein Antragsformular ausfüllen.


Für etwaige Schadenersatzzahlungen oder Schmerzensgeld kann die Hersteller-Firma nämlich nicht aufkommen. Das Unternehmen ist seit 2009 insolvent. Vielmehr soll die Allianz als Versicherer zur Kassa gebeten werden.

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