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Chirurgie 21. Dezember 2011

Brustvergrößerungen: 30.000 Explantationen in Frankreich

Auch Österreicherinnen betroffen. Nach dem Tod einer Frau und mehreren Krebsfällen ruft die französische Gesundheitsbehörde in einer bislang beispiellosen Aktion 30.000 Frauen auf sich Silikonimplantate entfernen zu lassen. Auch Österreicherinnen ließen sich die defekten französischen Billigimplantate des französischen Herstellers Poly Implants Prothèses (PIP) zur Brustvergrößerung einsetzten.

Nur acht Fälle

Laut Auskunft der AGES sind in Österreich acht Frauen betroffen: "Entgegen früheren Rückmeldungen aus der Ärzteschaft wurden die Implantate lediglich durch eine Ärztin bei fünf Patientinnen mit medizinischer Indikation sowie drei Patientinnen mit ästhetischer Indikation implantiert. Die Implantate der drei letzteren Patientinnen wurden bereits entfernt, die ersteren stehen unter engmaschiger Überwachung, wurden jedoch aus medizinischen Gründen nicht revidiert", so die AGES in einer ersten Aussendung. Das BSAG hat für Verdachtsfälle eine Maßnahmenempfehlung für Ärzte herausgegeben.

Erstes Warnschreiben schon 2010

Wobei bei dem Verdacht auf eine Ruptur des Implantats eine Revision und Explantation der Produkte empfohlen wird. Das österreichische Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) hatte bereits im März 2010 ein erstes Warnschreiben ausgeschickt und nach Bekanntwerden näherer Untersuchungsergebnisse die behandelnden Ärzte im September 2010 beauftragt, die betroffenen Patientinnen zu kontaktieren. Derzeit besteht kein Akutrisiko für die betroffenen Frauen.

>>Maßnahmenempfehlung des BASG 

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