zur Navigation zum Inhalt
Doz. Dr. Helmut Hoflehner, niedergelassener Plastischer Chirurg, stellvertretender Leiter der Schwarzl Klinik und Präsident der ÖGPÄRC
 
Chirurgie 30. September 2011

Europaweite Standards für ästhetische Chirurgie bis 2013

Um Syndrome wie das Dismorphophobiesyndrom erkennen zu können, bedarf es einiger Erfahrung und vor allem einer soliden Ausbildung - über die, so ÖGPÄRC-Präsident Hoflehner, nicht alle Kollegen verfügen. Das der Titel "Schönheitschrirurg" in Österreich nicht geschützt ist, führt regelmäßig zu Konflikten unter Kollegen.

In manchen Fällen ist die Grenze zwischen Ästhetischer Medizin und einer Heilbehandlung für Patienten schwer zu erkennen und Methoden, die als sanft gepriesen werden, sind oft wesentlich belastender oder unsicherer als herkömmliche Eingriffe, heißt es in einer Aussendung der ÖGPÄRC (Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie).

Um nun die Patienten abzusichern, aber auch im eigenen Interesse, setzte die ÖGPÄRC in den vergangenen Jahren verstärkt auf Aufklärung und auf Qualitätssicherung.

Nach der Einrichtung eines Serviceprojekts für verunsicherte Patienten und der Veröffentlichung von Qualitätsrichtlinien initiierte die ÖGPÄRC nun die Etablierung von europaweiten Standards für ästhetische Chirurgie.

Doz. Dr. Helmut Hoflehner, niedergelassener Plastischer Chirurg, stellvertretender Leiter der Schwarzl Klinik und Präsident der ÖGPÄRC erläuterte anlässlich des ÖGPÄRC-Kongresses in Innsbruck, der vom 29. September bis 1. Oktober 2011 gemeinsam mit den deutschen Gesellschaften DGPRÄC und VDÄPC abgehalten wird: „Für Patienten sind die Qualifikation des Arztes, die Qualität seiner Leistung und ihr Umfang oft schwer abzuschätzen. Um den Patienten in Zukunft mehr Sicherheit zu bieten und hohe Qualitätsstandards zu gewährleisten, haben wir die Etablierung von europaweiten Standards in der Ästhetischen Chirurgie initiiert. Mittlerweile arbeiten 22 CEN-Mitgliedsländer (Anm.: Europäisches Komitee für Normung) sowie alle wichtigen europäischen und internationalen Organisationen auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie und Konsumentenschutzorganisationen an diesem Projekt. Die Standards befassen sich mit dem gesamten Ablauf eines Patientenkontaktes von der Erstkonsultation bis zur letzten Kontrolle. Das Projekt soll 2013 abgeschlossen sein.“

 

Quelle: ÖGPÄRC

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben