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Prof. Dr. Gerhard Pierer, Direktor der Universitätsklinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie an der MedUni Innsbruck und Vorstandsmitglied der ÖGPÄRC
 
Chirurgie 30. September 2011

Der Plastische Chirurg als Koordinator

In Innsbruck findet derzeit der größte Kongress Plastischer Chirurgen im deutschen Sprachraum statt. Vom 29. September bis zum 1. Oktober 2011 dauert das Expertentreffen der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e.V. (DGPRÄC) und der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC).

Angesichts der Veränderungen, die sich auch im Bereich der medizinischen Versorgung abzeichnen, gilt es die eigene Rolle zu hinterfragen und gegebenenfalls neu zu definieren. Neue therapeutische Aufgabestellungen und arbeitsteilige Prozesse in der Spitzenmedizin fordern vermehrt die fächerübergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche. Wird diese Zusammenarbeit optimal koordiniert, können ganzheitliche Behandlungskonzepte entstehen, die individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden.

Der wichtige Part des Koordinators komme häufig Plastischen Chirurgen zu, erklärte Prof. Dr. Gerhard Pierer, Direktor der Universitätsklinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie an der MedUni Innsbruck und Vorstandsmitglied der ÖGPÄRC erklärte, „auch weil sie historisch bedingt über Know-how aus verschiedenen Fachbereichen verfügen“. Weiter führte er aus: „Die zunehmende Erweiterung des medizinisch Machbaren zieht in vielen Fällen therapeutische Maßnahmen nach sich, die sehr komplex sind. Wenn nun verschiedene Fachbereiche zu unterschiedlichen Zeiten an der Wiederherstellung der Gesundheit des Patienten arbeiten wollen, ist die Koordination der gesetzten Maßnahmen erforderlich. Diese neue Rolle des Koordinators übernehmen wir gerne, da sie es uns ermöglicht, für die Patienten individuell abgestimmte Behandlungskonzepte zu entwickeln. Wir sehen dies als willkommenen Erweiterung unseres Leistungsspektrums.“

Die neue Form des Patientenmanagements werde durch die Einrichtung interdisziplinärer Konferenzen möglich, in denen gemeinsam ein Behandlungskonzept formuliert wird. Regelmäßige nachfolgende Besprechungen ermöglichten das Nachjustieren der therapeutischen Maßnahmen und sicherten langfristig den Erfolg der Behandlung. Damit werde nicht nur die Lebensqualität des Patienten verbessert, auch ökonomisch betrachtet sei dieser Weg sinnvoll, da zielgenau interveniert werden könne und Kosten, z.B. durch die Verkürzung von Spitalsaufenthalten, gesenkt werden können.  

 

Quelle: Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC)

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