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Chirurgie 1. April 2011

Off-Pump-Koronarchirurgie in Patienten mit schlechter Linksventrikelfunktion

GRUNDLAGEN: Welche Patientengruppe am ehesten von der Off-Pump-Chirurgie profitiert, wird sehr kontrovers diskutiert. Diese prospektive, randomisierte Studie untersucht diese Operationsmethode an Patienten mit deutlich herabgesetzter linksventrikulärer Auswurffraktion (EF). METHODIK: Von 51 Patienten mit einer EF < 35 % wurden 26 mit der Off-Pump-Methode und 25 konventionell operiert. Untersucht wurden neben der Zeit bis zur Extubation vor allem auch ein kombinierter Endpunkt (verschiedene Spitalmorbiditäten) sowie die Sterblichkeit. ERGEBNISSE: EF, Euro-Score, Anzahl der distalen Anastomosen sowie der postoperative Katecholaminbedarf waren gleich. Im Gegensatz dazu war die Zeit bis zur Extubation mit 11,2 ± 3,8 Stunden in der Off-Pump-Gruppe deutlich kürzer als in den konventionell operierten Patienten (16,4 ± 2,7; p < 0,05). Auch die Anzahl der Spitalsmorbiditäten war höher (2 gegen 5 Patienten), die Sterblichkeit lag in beiden Gruppen bei 0 %. SCHLUSSFOLGERUNGEN: In diesen Hochrisikopatienten vermindert die Off-Pump-Methode die Intubationsdauer und die Morbidität.

B. K. Podesser, Ch. Holzinger, K. Binder, I. Schor, W. Haumberger, G. Valicek, R. Wendler, L. Ameri, W. Dietl, K. Trescher, H. Kassal, European Surgery 2/2011

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